Weltreligionen als Video-Oper
Heimspiel für das Ensemble Modern. Es hat sein organisatorisches Zentrum und einige seiner wichtigsten Spiel- und Produktionsstätten in Frankfurt. Das seit 1980 bestehende, demokratisch organisierte Ensemble präsentierte vom 3. Dezember bis zum 5. Januar mit dem Festival heim.spiele zahlreiche Produktionen. Einige sind bisher in der Heimatstadt noch nie, vor sehr langer Zeit oder in einer völligen anderen Fassung dargeboten worden.
Spielorte waren jetzt das Opernhaus, das Franfurt LAB – ein Proben- und Produktionsort in einer ehemaligen Fabrikhalle – und das Bockenheimer Depot. Im Letzteren wurde vom 16. bis zum 21. Dezember „The Cave“ gezeigt. Das Bockenheimer Depot ist der ehemalige Betriebshof der Straßenbahn Frankfurt am Main. Besonders auffallend ist die hölzerne Dachkonstruktion der dreischiffigen Halle, die aus halbkreisförmigen Bogenbindern besteht und auf den Renaissance-Baumeister Philibert de l’Orme zurückgeht. Im Gegensatz zu vielen anderen heutzutage bespielten Industriedenkmälern ist das Bockenheimer Depot zentral in der Innenstadt gelegen und infrastrukturell sehr gut angebunden.
„Am Anfang war das Wort.“ An zwei Computertastaturen spielen Percussionisten rhythmische ...
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BTR Ausgabe 1 2017
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 44
von Antje Grajetzky
Schon der junge Goethe war während seiner Studienzeit in Leipzig ein häufiger Theaterbesucher. Schillers „Jungfrau von Orléans“ wurde 1801 in dieser Stadt uraufgeführt – Theater in Leipzig kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Eine bedeutende Einrichtung heute ist die Große Bühne des Schauspiels Leipzig. Sie gehört mit ihren 672 Sitzplätzen zu den zehn...
Das vergangene Jahr endete sorgenvoll. Wir betrauern den gewaltsamen Tod von zwölf Menschen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt und sprechen den Hinterbliebenen unser aufrichtiges Beileid aus. Mit dem neuen Jahr wurde die Lage nicht besser, im Gegenteil. Beinahe im Stundentakt können wir erleben, wie der neue US-Präsident Donald Trump unser Wertesystem torpediert....
Klein, aber fein, scheinbar einfach und doch verwirrend: Philippe Saire entwickelt in Lausanne eine Serie von Stücken, die mit ausgefeilter Beleuchtung das Auge des Zuschauers verwirren. Der Szenograf und Choreograf spielt gerne mit der Perspektive, um unsere gewohnten Wahrnehmungsmuster infrage zu stellen. Seine Bilder sind instabil und dennoch hochpräzise. Mit...
