Theater in Europa unter Druck

Zwischen bedrohter Kunstfreiheit und erstarkendem Nationalismus

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Im vergangenen Jahrzehnt haben in vielen Ländern die nationalistischen und rechtsgerichteten politischen Bewegungen Angriffe auf die Freiheit des Theaters gestartet. Von offener Repression bis hin zu subtilen Finanzkürzungen ist alles dabei. Darüber können auch die vielerorts frisch sanierten Gebäude nicht hinwegtäuschen. Ohne eine garantierte Freiheit der Theaterkunst dienen diese oft nur als Denkmale autokratischer Herrscher und willkommene Gelegenheit zur Korruption.

Ende 2018 fand das Europäische Kulturforum in Sankt Petersburg statt.

Der russische Präsident Putin hielt eine Rede und der Europäische Theaterpreis wurde verliehen. 1987 hatte die Europäische Kommission die Idee, einen Theaterpreis auszuloben, aber kein Preisgeld. So kam es, dass den eigentlichen Hauptpreisträger derjenige bestimmt, der das Preisgeld bezahlt. In der Kategorie Innovation wurden 2018 die Preise durch eine Jury an Milo Rau (Theater Gent) und Jan Klata (ehem. Stary Teatr in Krakau) verliehen. Rau erhielt zunächst kein Visum, da er es sich mit der Produktion eines Films mit dem Titel „Moskauer Prozesse“ (gedreht im März 2013 im Moskauer Sacharow-Zentrum, uraufgeführt 2014 zur lit.cologne im Kölner ...

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BTR Ausgabe 1 2019
Rubrik: Foyer: Aktuell, Seite 6
von Hubert Eckart

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