Lebendige Geschichte und Denkmalschutz
Der weltberühmte Papstpalast in Avignon hat von jeher die Fantasie angeregt. Die bisherige Ton- und Lichtshow zur Geschichte war in die Jahre gekommen. Nun vermittelt das „HistoPad“ per Tablet die Geschichte, und die Videomapping-Show „Vibrations“ beeindruckt im großen Ehrenhof mit Outdoor-Animation in 360 Grad. Da das Gebäude zum Weltkulturerbe gehört, bedeutete das für den Einbau auch: Videoprojektoren etc. müssen in den engen Gemäuern nicht nur installiert, sondern auch versteckt werden.
Avignon macht mobil.
Direkt am Stadttor, noch vor den historischen Mauern, empfängt die Stadt ihre Besucher derzeit mit einer Großbaustelle: Im Juni 2019 wird hier die Straßenbahnlinie eingeweiht. Und auch im Heiligen Gral der Stadt, dem Papstpalast, hält moderne Technologie Einzug. Im August, wenn das Festival d’Avignon sein künstlerisches Aushängeschild, den Ehrenhof des Papstpalasts, wieder den vorwiegend internationalen Touristen überlässt, jenen also, die weder Theater noch Tanz, sondern historische Architektur sehen wollen, beginnt bei Einbruch der Dunkelheit ein visuelles Spektakel, das die Innenmauern des berühmten Ehrenhofs bespielt. Seit diesem Jahr ist es „Vibrations“, eine neue ...
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BTR Ausgabe 5 2018
Rubrik: Thema: Festspiele, Seite 38
von Thomas Hahn
While the famous Gothic palace in Avignon continues to fire people’s imaginations, the on-site sound and light show had seen better days. To update the visitors’ experience, a new digital guide was recently introduced along with a new show in the palace’s main cour d’honneur, ‘Vibrations’, using video mapping and 360° outdoor animations. As the building is a world...
Simultanes Theater in zwei vernetzten Häusern
Am Theater Dortmund und am Berliner Ensemble wird ein Stück simultan aufgeführt: In der Produktion „Parallelwelten“ werden Bilder und Töne in Lichtgeschwindigkeit über 420,62 Kilometer Luftlinie zwischen den beiden Theatern hin- und hertransportiert. Die gespielten Geschichten eines Lebens, das sich selbst...
Noten, Vorspiel und Texte zu Haydns „Philemon und Baucis“ waren lange verschollen, tauchten aber später in Einzelteilen und an diversen Orten wieder auf. Die Theater Bautzen und Radebeul sowie unser Autor – Bühnen-, Kostümbildner und Schöpfer der Marionetten – wollten die alte Oper dem heutigen Publikum nicht museal und geschichtlich korrekt, sondern lustvoll und...
