Kunst braucht Raum – Raum braucht Kunst
„Kunst braucht Raum. Was tun, wenn der Platz nicht reicht?“ Mit dieser für viele Theater akut relevanten Fragestellung leitete die Deutsche Theatertechnische Gesellschaft (DTHG) ihr zweites Symposium zum Thema „Theater und Baukultur“ ein und lockte damit rund 100 Teilnehmer nach München – in das jüngst sanierte Staatstheater am Gärtnerplatz. Dieses wie auch das Residenztheater könnten als Referenzbeispiele für einen künftigen Bau- und Sanierungsleitfaden dienen.
Die Baufälligkeit von Theatern ist keine Randerscheinung auf der Prozesslandkarte deutscher Bauprojekte, sie ist mittlerweile zum festgestellten Massenphänomen geworden: Ob Staats-, Stadt- oder Landestheater, ob Privattheater oder Festspielhaus – über 80 Prozent aller Theaterbauten sind erwiesenermaßen sanierungsbedürftig. Oftmals als metaphernreiche „Sanierungswelle“ zusammengefasst, dominieren in erster Linie zweckmäßige Kosten- und Nutzenrechnungen den öffentlichen als auch politischen Diskurs. Sanierung oder Neubau, kulturelles Erbe vs. Stadtentwicklung – beiden Positionen immanent ist eine Grundsatzfrage, die zugleich eine zweite impliziert: Welchen gesellschaftlichen Stellenwert nimmt Theater ein – als Kunstform, ...
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BTR Ausgabe 2 2019
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 90
von Charlotte Wegen
„Creative Skills Europe“ ist ein EU-Projekt, bei dem Interessenvertreter der Veranstaltungsbranche zusammen-kommen: Gewerkschaften, Bildungs- und Ausbildungsanbieter, Berufs- und Arbeitgeberverbände. Über ihre Arbeit und das Ziel, eine bessere internationale Anpassung der Qualifikationen zu schaffen, berichten Daphne Tepper und Richard Polacek.
Das Projekt...
Limelight, das Rampenlicht – ein immer noch vertrauter Begriff am Theater – geht auf diesen Scheinwerfer zurück: Mit glühendem Kalk (Kalkstein, engl. limestone) wurden im 19. Jahrhundert viele Bühnen effektvoll beleuchtet. Erfunden von Thomas Drummond wurde das Kalklicht erstmalig 1825 eingesetzt – und verschwand nach einigen Jahrzehnten wieder. Die Erfindung der...
Die europäischen Staaten haben 2009 beschlossen, dass die Entwicklung innerhalb der Branchen durch die Sozialpartner gestaltet werden soll. Dazu gehören Pearle*, die rund 7000 Theater, Orchester und Kompanien der darstellenden Künste in Europa vertritt, und die EAEA für insgesamt 600.000 Arbeitnehmer der Branche. Da der soziale Dialog bisher nur schleppend...
