Elastische Räume für Leben und Theater

Der Architekt und Bühnenbildner Friedrich Kiesler

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Eine großartige Ausstellung im Martin-Gropius-Bau zeigte das Leben und Wirken des Architekten, Bühnenbildners und Theoretikers Friedrich Kiesler (1890–1965). Sein künstlerischer Ansatz sprengte die Grenzen der herkömmlichen Kunstgattungen, im Theater wollte er Zuschauer und Darsteller zusammenbringen. Sein Konzept eines endlos fließenden Raums war damals nicht realisierbar, erst heute können wir seine Ideen würdigen. Mittlerweile zählt er zu den großen Visionären des 20. Jahrhunderts.

Friedrich Kieslers strenges Credo lautete schon in den 20er-Jahren: „Die Funktion folgt der Vision. Die Vision folgt der Realität.“ Der Universalkünstler, Raumdenker, Designer und Theoretiker entwarf Galaxien und ein „Endless Theatre“. Ganzheitliches Denken und Forschen bestimmten die Arbeit des Austroamerikaners. Seine Ideen waren so vorausahnend wie nachhaltig und sind so aktuell, dass sie weiterhin inspirieren. Mehr als 50 Jahre nach seinem Tod hatten die Berliner Festspiele im Martin-Gropius-Bau in Berlin diesem Jahrhundertkünstler eine umfassende Ausstellung gewidmet. Wesentliche Exponate steuerte die Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung bei. Sie wurde 1997 mit dem Erwerb ...

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BTR Ausgabe 3 2017
Rubrik: Thema: Ausstellungen & Messen, Seite 36
von Irmgard Berner

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