„Ohne gesicherte Planung kein Neustart“
Das Sanierungsprojekt des Ensembles von Schauspiel, Oper, Kleinem Haus und Kinderoper in Köln war in der Öffentlichkeit schon fast in Vergessenheit geraten. 2015 wurde das Projekt nach kurz-fristig abgesagter Wiedereröffnung fundamental neu aufgestellt. Jetzt geht der Blick nach vorn, wie ein Gespräch mit Bernd Streitberger, der das Projekt seit 2016 leitet, und ein Besuch vor Ort Ende Oktober zeigen.
Das Sanierungsprojekt Köln hat aktuell anstehende Projekte wie die Oper Frankfurt, die Oper Stuttgart oder das Opernhaus Düsseldorf beeinflusst, bevor diese überhaupt begonnen wurden. Das Fast-Scheitern des Kölner Projekts scheint nun wie ein Damokles-Schwert über allen Projekten zu schweben. Die Staatsoper Unter den Linden nahm das Projekt als warnendes Beispiel und drängte auf Fertigstellung zu (fast) jedem Preis. Wie sieht es aktuell auf der Baustelle in Köln aus, wie sind die Pläne? Astrid Golombek, seit drei Jahren im Projektleitungsteam auf Seiten des Theaters, hat einen Besuch des Hauses Ende Oktober organisiert, zunächst aber ein Gespräch mit Bernd Streitberger, der seit 2016 alles daransetzt, die Baustelle wieder zum Laufen zu bringen.
BTR: Herr Streitberger, Sie haben 2016 ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 6 2019
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 66
von Karin Winkelsesser
50+1 Architektonische Gewissensfragen
von Dr. Martin Düchs
248 Seiten · 13 × 20,5 cm · Hardcover mit Fadenheftung
ISBN 978-3-86218-127-8
Dölling und Galitz, München • Hamburg 2019
EUR 22,00
„Kann man den Bau großer ‚Kulturtempel‘ angesichts von drängenden sozialen Problemen vertreten?“, lautet eine der 51 architektonischen Gewissensfragen im vorliegenden Buch. Der...
Im Jahr 1956 wurde das Theater Münster als erster Theaterneubau der Bundesrepublik Deutschland nach einem Entwurf der Architekten Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau eröffnet. Das Große Haus mit 897 Plätzen ist bis heute im Originaldesign erhalten: mit lilafarben gepolsterten Sitzen, drei mit Korbflechtwerk verkleideten Rängen und...
Bei den aktuellen Diskussionen über Sanierungsprojekte großer Theater entsteht oftmals eine Kontroverse um Sanierung oder Neubau an einem dezentralen Ort. Nicht nur als kultureller und sozialer Ort ist das Stadttheater allerdings wichtig, sondern auch im architektonischen und infrastrukturellen Gefüge einer Stadt. Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der...
