Wenn digitale Agenten übernehmen
Der September begann in der Münchner Muffathalle mit der spektakulären Installation „Sensefactory“: ein begehbares, atmendes Bühnenbild vom Architekten Alex Schweder. Daran mitgewirkt haben der kanadische Künstler Sofian Audry, ein Experte für künstliche Intelligenz, und der Lichtdesigner Alexandre Saunier. Arnd Wesemann sprach mit den beiden über die „intelligente“ Zukunft der Bühne.
Die Menschenschlange vor der Muffathalle in München erinnert eher an einen Club als an ein Theater.
Tatsächlich verbirgt die Tür des Gebäudes ein Kunstwerk: „Sensefactory“, ein gewaltiges, den gesamten Theaterraum füllendes Haus, das man nur mutig durch eine sich hin und wieder öffnende Zugbrücke betreten kann. Innen atmen die weißen Wände des Architekten Alex Schweder und des Designers Erik Adigard – zum Sound von FM Einheit im Licht von Alexandre Saunier. In einer Nische, einer Toilette nachempfunden, ist Duftkunst der Norwegerin Sissel Tolaas zu riechen.
Mit diesem Projekt, gefördert im Rahmen des Bauhaus-Jahres, wollten der Theaterleiter Dietmar Lupfer und der kanadische Computerkünstler Chris Salter an die „Mechanische Exzentrik“ von László Moholy-Nagy anknüpfen und mit heutigen Mitteln eine ...
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BTR Ausgabe 6 2019
Rubrik: Thema: Technologien & Produktionen, Seite 18
von Arnd Wesemann
Im Jahr 1956 wurde das Theater Münster als erster Theaterneubau der Bundesrepublik Deutschland nach einem Entwurf der Architekten Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau eröffnet. Das Große Haus mit 897 Plätzen ist bis heute im Originaldesign erhalten: mit lilafarben gepolsterten Sitzen, drei mit Korbflechtwerk verkleideten Rängen und...
Vor 450 Jahren starb Pieter Bruegel der Ältere in Brüssel. Er ist bekannt als der Bauernbruegel, weil er das ländliche Leben in seinen „Wimmelbildern“ festgehalten hat, aber auch für seine an Hieronymus Bosch erinnernden Monster und Dämonen oder seine Ironie, die ihm den Beinamen de Drol – der Drollige – eingebracht hat. Und da die Königlichen Museen der Schönen...
Offen, bunt, für alle
„mehr offen, mehr bunt, mehr alle, mehr zusammen!“ – in diesem Sinne geht das Theater Oberhausen „Neue Wege“ und öffnet das Haus jetzt auch tagsüber. „Neue Wege“ heißt das Förderprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat, dank dessen das Foyer auch...
