Seid verschlungen, Millionen
Die NS-Propaganda setzte auf Massenevents und knüpfte dabei ästhetisch auch an Errungenschaften der Moderne an. Ein Beispiel ist der Regisseur Hanns Niedecken-Gebhard, der 1936 die Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Berlin inszenierte. Der prominente Theatermann machte Karriere im NS-Regime, wurde später Dozent der Theaterwissenschaft an der Universität Göttingen – und hatte bereits in den 1920er-Jahren mit Koryphäen des Ausdruckstanzes gearbeitet, etwa mit Harald Kreutzberg oder Mary Wigman.
Impulse bezog er zudem von Bühnenneuerern wie Adolphe Appia oder dem Rhythmuspionier Émile Jaques-Dalcroze. Selbst ein choreografischer Freigeist wie Rudolf von Laban, der einst die chorischen Experimente auf dem Monte Verità angeleitet hatte, war 1936 darauf aus, den Auftakt im Berliner Olympiastadion in Szene zu setzen. Wie lassen sich solche Bezüge erklären?
Evelyn Annuß, Sie sind mit der unlängst publizierten Studie «Volksschule des Theaters. Nationalsozialistische Massenspiele» habilitiert worden. Wie sind die Verbindungen zwischen historischer Avantgarde – speziell im Tanzfeld – und nationalsozialistischer Formgestaltung beschaffen? Unsere Vorstellung vom Nazi-Spektakel als ...
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Tanz Dezember 2019
Rubrik: Traditionen, Seite 50
von Stefan Hölscher
Boom boom boom brüllten sie, die Studiosi von Princeton, die sich 1883 an irgendeinem Spielfeldrand postierten, um ihre sportnärrischen Kameraden anzufeuern. Thomas Peebles war einer von ihnen, und als der wenig später an die Universität von Minnesota wechselte, steckte sein Animationsfuror einen Medizinstudenten namens Johnny Campbell an. Der junge Mann schrieb...
Warum ist Bill für mich so wichtig und inspirierend?
Weil es unvorstellbar ist, wie der Tanz heute ohne ihn aussehen würde. Bill hat uns eine neue Dimension eröffnet.
Weil er imstande ist, seine Begabung in fassliche, berührende Aktion umzumünzen.
Weil er seine Arbeit gemacht hat, sie weiterhin macht und auch künftig machen wird.
Weil er Tänzerinnen, Tänzer und...
Deutschland
On tour
Ballet Revolución, die Tanzshow aus Kuba zwischen Ballett und Streetdance (siehe Highlights): Dortmund, Konzerthaus, 25.–29. Dez.; Bremen, Metropol Theater, 30. Dez. – 2. Jan.; Mannheim, Rosengarten, 3., 4. Jan.; Düsseldorf, Capitol Theater, 7.–12. Jan.; mehr Termine auf:
www.ballet-revolucion.de
Bolschoi Staatsballett Belarus präsentiert...
