Genderzukunft: Mehr Transparenz!

Die zweite Ausgabe der «Burning Issues – Die Konferenz zur Gender(un)gleichheit» nutzte das diesjährige Berliner Theatertreffen als Multiplikator – und umgekehrt

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Der arme Michael hatte ja kürzlich gemeinsam mit dem Ingo Premiere an Urvater Olivers Theaterstätte. Ein Klassiker von William über einen schwarz angemalten Mann, der aus Wut darüber, dass er ein Taschentuch findet, seine schöne, jüngere Frau ermordet», lästern Anne Haug und Melanie Schmidli (Projekt Schooriil) in ihrer Theater-Miniatur «Let the Fame Grow». «Früher hätte ganz Berlin alles stehen und liegen gelassen», doch heute, in diesen «kalten, gegenderten Zeiten» schrieben selbst große Zeitungen, der Michael müsse sich endlich neu erfinden.

Wie «der Sebastian» zum Beispiel, der am Maxim Gorki Theater alles «seriell richtig» mache: nämlich «Stücke nur noch mit Frauen». – «Fakt ist, es kommen zwei lange, harte und kalte Jahre» auf das Theatertreffen und die dazugehörige Jury zu. Letztere werde allerhand Kindertheater in der tiefsten deutschen Provinz sichten müssen, um ausreichend bemerkenswertes «weibliches Führungsgold» zu Tage zu fördern. 

Strategische Synergieeffekte

Dieser satirische Umgang mit der Tatsache, dass «Menschen mit Menstruationshintergrund» nur unzureichend an den Ressourcen und der Gestal­tungsmacht in der deutschen Theaterlandschaft partizipieren, blieb bei ...

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Theater heute Juli 2019
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Anja Quickert

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