Putzfrauenglück

Kai Ivo Baulitz «Transporter»

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Im Moment verfolgt das Frankfurter Schauspiel unter anderem bundesrepublikanische Familiengeschichten, in denen en passant ökonomische Turbulenzen von den Wirtschaftwunderjahren bis hin zum Turbokapitalismus der New Economy verhandelt werden. Auf Jan Neumanns «Kredit» (siehe S. 40ff.

in diesem Heft) folgt Kai Ivo Baulitz’ «Transporter», mit dem der 36-jährige Schauspieler sein Debüt als Theaterautor vorlegt und sich jenem Segment der Wirtschaftspyramide widmet, in dem man nicht zu Unrecht herzzerreißende Geschichten zu finden hofft: Im Mittelstand, der zwar nach Liechtenstein reisen könnte, bis auf weiteres aber damit leben muss, dass seine Schwarzgeld-Peanuts bei der deutschen Steuerfahndung nur mäßiges Interesse wecken würden.

Krone ist als Mittelständler durchschnittlich erfolgreich und betrachtet als Patriarch auch die Angestellten als Teil seines Eigentums. In seinem Humankapital finden sich einige, die sich gegen solches Besitzdenken sträuben, andere würden gerne noch deutlicher dazu zählen. Eine ehemalige Sekretärin etwa sträubte sich, wurde von Krone aber auf der Kühlerhaube des «Autos der Woche» vergewaltigt. Das Ergebnis heißt Karl, wuchs bei der Mutter auf und taucht ...

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Theater heute April 2008
Rubrik: Chronik, Seite 48
von Jürgen Berger

Vergriffen
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