Endstation Kaufhaus

Hannover Schauspielhaus: Soeren Voima «Melodien für Milliarden»

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Die Geschichte beginnt an einer tristen Currywurstbude, die Bühnenbildnerin Maria-Alice Bahra mit schönem Realismus auf die Bühne des Großen Hauses in Hannover gebaut hat. Davor lungern die üblichen Verdächtigen, unsichtbare Gestalten, die Balladensänger der Straße, deren Antlitz man sofort vergisst, wenn man ihnen doch einmal zufällig in die Augen blickt.

Alles angerichtet für ein bitterböses Verlierermärchen? Der Schein trügt. Der Bühnenrealismus bleibt Staffage für eine Musicalfassung vom Kleine-Leute-Glück.

Ass (Sebastian Schindegger) ist entlassen worden, tritt mit schlecht sitzendem Sakko als Straßenbarde an die Rampe, während der böse Chef (Wolf List) im Hintergrund die hübsche Ehefrau (Katharina Uhland) verführt. Immer wieder die Flucht in Rocksongs. Begleitet von der Band und der scharfen Currywurstverkäuferin Cat (Johanna Bantzer) zieht er eine große Nummer auf, die fortan die «Melodien für Milliarden» spielt. Unterstützt von Unmengen Bühnennebel und allerhand Showeffekten reißen die Popbarden das Publikum mit bis zum finalen Großauftritt in einem Kaufhaus als Endstation Sehnsucht, als ultimatives Ziel des Verlierer-Glücks.

Regisseur Florian Fiedler setzt an diesem Abend ...

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Theater heute Dezember 2012
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Alexander Kohlmann

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