Inszenierung des Widerstands
Die arabischen Frühlingswinde hatten schließlich auch das im Berlusconismus erstarrte Italien erreicht und hier einen Sturm in der Theater-Landschaft entfacht. In seinem Zentrum steht das Teatro Valle in Rom, das am 14. Juni 2011 von einer Gruppe von Regisseuren, Autoren, Schauspielern, Kostümbildnern, Technikern und Aktivisten besetzt wurde und seitdem Teatro Valle Occupato heißt. Im Herzen der Ewigen Stadt, nicht weit entfernt vom Pantheon, öffnete das Teatro Valle im Jahre 1727 erstmals seinen Vorhang und zählt heute zu den ältesten noch in Betrieb stehenden Bühnen Roms. Am 9.
Mai 1921 wurde hier Pirandellos «Sechs Personen suchen einen Autor» uraufgeführt. Das Schicksal des Theaters ist zur Zeit indes sehr ungewiss. «Kultur kann man nicht essen!», lautete die gerne wiederholte Botschaft der Vertreter der Mitte-Rechts-Regierung, die mit ihrem Sparprogramm das Kulturbudget drastisch gekürzt hat.
Den größten Angriff auf die Darstellenden Künste markierte der Finanzplan des Jahres 2010, mit dem unter anderem die «Ente Teatrale Italiano» (ETI), die staatliche Bühnenverwaltung, abgeschafft wurde. ETI war sowohl für die Förderung des italienischen Theaters im Ausland als auch für die ...
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Theater heute Dezember 2011
Rubrik: MAGAZIN/AUSLAND, Seite 57
von Elena Basteri
Dimiter Gotscheff inszeniert am Deutschen Theater Berlin Heiner Müllers Medeamaterial
Armin Petras war in China. Ein Reisebericht
Peter Spuhlers neue Intendanz in Karlsruhe
nächster Stückabdruck: Biljana Srbljanovic "Das Leben ist kein Fahrrad"
Die Theaterzeitschrift im 52. Jahrgang
Gegründet von Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
Impressum
Herausgeber
Fri...
Malerisch prangt der Mond über der hohen Steinmauer, die am Ende der Bühne jeglichen Ausweg zu verweigern scheint. Blaues Licht taucht den Raum in Melancholie. In einer Ecke verheißt eine pinke Leuchtschrift «Illyrien» und erinnert mit Flügel und Pianist an eine Bar. Eine verwaiste Badewanne trägt die Aufschrift «No Veritas», tote Gleise führen ins Nichts (Bühne:...
Zum gerade gefeierten 70. Geburtstag hat ihm seine Frau eine Reise auf den Spuren der Kindheit geschenkt. Bevor Gert Voss aber zu Schiff ins Chinesische Meer stach, hat Ursula Voss nach den auf Band gesprochenen Lebenserzählungen ihres Schauspielermannes ein Buch in seinem Namen geschrieben: «Ich bin kein Papagei», Untertitel «Eine Theaterreise». Und natürlich...
