Ich und ich und du und andere
Ich und Ich» – das Motto soll Einheit in der Vielfalt stiften. Amélie Niermeyers erste Spielzeit setzt auf Vielfalt – acht Premieren in den ersten zwei Monaten, und 20 weitere sollen folgen. Das Düsseldorfer Schauspielhaus als Monopolist des subventionierten Theaters in der Stadt habe die Verpflichtung zum Pluralismus, meint sie. Das stellt sie ganz in die Tradition der letzten Intendanten des Hauses.
Auch Günter Beelitz, Volker Canaris und Anna Badora haben vielen Vieles geboten und dann Mühe gehabt, dem großen Tanker Schauspielhaus eine Richtung, der Institution ein für die Stadt erkennbares Profil zu geben. Als regieführende Intendantin hat Amélie Niermeyer noch einmal die Chance, die ihre Vorgängerin nicht nutzen konnte: das Haus durch eigene Inszenierungen auch ästhetisch zu prägen.
Aber zunächst will sie die Stadt erobern mit einer in einem Vorbereitungsjahr intensiv geplanten, breit angelegten Offensive. Eine zirzensische Eröffnung auf dem Gründgens-Platz, Diskussionsveranstaltungen, jede Menge Projekte und Auftragsarbeiten, ein Theaterlabor für junge Autoren, Kooperationen mit Kulturinstitutionen und Unternehmen der Stadt, eine weitere Spielstätte (das «Central», eine Art ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Was man schon immer vermutet hat: Fade ist’s im Paradies, auch im künstlichen und gerade da. Mit Musical-Mitteln versucht das Grips-Theater dagegen anzukämpfen. Volker Ludwig, Direktor und Hauptautor des Theaters seit vier Jahrzehnten, hat Aldous Huxleys Roman «Brave New World» (1932 zuerst erschienen) in knappe Dialoge und effektsicher gereimte Songtexte gefasst;...
Tatsächlich könnte das Missverständnis ja ganz genau so begonnen haben: mit einem deutschen Theaterintendanten auf der Suche nach dem spektakulären Thema von Weltrang, mit dem er das neue Theater eröffnen könnte. Fündig wird er in der weiteren Nachbarschaft: in der Ukraine der «orangenen Revolution», wo doch an der Seite des siegreichen Umsturzführers (Sie erinnern...
Was haben Scarlett O’Hara, das deutsche Fräuleinwunder und Schweinchen Dick gemeinsam? Sie treten beim Gastspiel der International WOW Company auf, die in Düsseldorf unter dem Motto «New Realities: Theater und globales Wirklichkeitsdesign» antraten.
Der New Yorker Theatermacher und Wow-Motor Josh Fox will im fünften Teil seines Endlos-Werks «Death of Nations» die...
