Drei Cent pro Tag

Wie viel ist uns das Theater wert – und zwar auf Euro und Cent genau? Ein Test im Hamburger Thalia Theater

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Wir haben in diesen Tagen am Thalia Theater einen Test auf all diese Mutmaßungen, die das Theater irgendwo zwischen Kunst, Quote und Elite verankern, durchgeführt und im Rahmen unseres Festivals «Um alles in der Welt – Lessingtage 2010» gefragt: «Was ist Kultur uns wert?» Die Idee: Jeder zahlt, so viel er will, zwischen null Euro und ad libitum. Der Arme, der Schnorrer und der Schnupperer kriegen also für null Euro auch noch eine im Preis enthaltene Nahverkehrskarte obendrauf. 
 

Die Erfahrungen in Kürze: Schnorrer gab es nicht.

Die meisten orientierten sich an den sonst üblichen Preisen, einige zahlten mehr, wie z.B. eine Schulklasse, die per Gruppenrabatt normalerweise nur 5,50 Euro zahlen müsste, sich aber mit dem Solidar­prinzip auseinandersetzend beschloss, erheblich mehr zu zahlen. Das Bewusstsein dafür, dass etwas etwas kosten darf und auch soll, ist also ganz gut entwickelt. 
 

Selbst die von uns veröffentlichte Tatsache, dass das Thalia Theater die mit Abstand höchsten Preise in Deutschland hat, hat das Publikum nicht geschockt, zumal es auf der anderen Seite ein großes Instrumentarium sozialer Preise bereithält. Alle waren am Schluss zufrieden: Das Theater über die ...

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Theater heute April 2010
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Joachim Lux

Vergriffen
Weitere Beiträge
Theater in TV und Hörfunk

Fernsehen


Freitag, 2.

19.00, Theaterkanal: Theaterlandschaften: Schauspiel Frankfurt – vorgestellt von Esther Schweins – Film von Matthias Schmidt 

19.30, Theaterkanal: Hilmar Hoffmann im Gespräch (2007)
 

Samstag, 3.

17.00, Theaterkanal: Jean-Paul Sartre – Dokumentation (2008) von Dag Freyer 

20.30, Theaterkanal: Elf Onkel – ein Film (2009) von Herbert Fritsch, mit...

So wie es ist, wird es nicht bleiben

Herfried Münklers Problemwarnung ist scheinbar zweigeteilt. Zum einen mahnt er die fehlende Eigenverantwortung durch Dezentralisierung der Demokratisierung an – ganz konkret die scheinbare Unmöglichkeit eines funktionierenden EU-Parlaments. Zweitens die Wegdelegierung des eigenen Engagements aus historisch gewachsenen demokratischen Organisationen wie Parteien und...

«Eines Tages wissen wir»

Gott hat es nicht leicht in anglophonen Theaterstücken. Zumindest der Engländer Simon Stephens und der Ire Enda Walsh bringen in ihren aktuellen Werken in der Hauptsache Beweise gegen seine Existenz vor. Ein Kind stirbt, weil es beim Spielen von einer Klippe fällt. Ein obszöner Vater wird von einem unbekannten Sohn getötet. Familien zerfallen, Selbstmorde und...