«Es muss was auf dem Spiel stehen»
Lucy Prebbles «Enron» wurde von britischen Kritikern mit superlativen Rezensionen überhäuft, als «era-defining, must-see theatrical event of the year» gefeiert und hat 2009 und 2010 alle 21.800 Plätze seiner Royal-Court-Theatre-Laufzeit sowie seinen West-End-Transfer ausverkauft. Nicht schlecht für ein Stück über den Kollaps eines texanischen Energieunternehmens. Den ersten Theatern, denen Prebble ihren Stückvorschlag unterbreitete, war die Idee dann auch zu trocken. Erst die Theatergruppe Headlong sah das Potenzial.
Und beauftragte sie, den Konzernmeltdown in bühnentaugliche Form zu bringen.
Prebble, 29, kommt aus Haslemere im sattgrünen Surrey, einem wohlsituierten Londoner Pendlervorort, drittes Kind einer Lehrerin und eines Managing Director, beide Geschwister machen Karriere im Businessbereich – was man eigentlich auch von ihr erwartete. Kein Künstlerhaushalt. Doch Lucy studierte Anglistik in Sheffield, kam dort in Theaterkreise, schrieb ihren ersten Einakter für ein Studentenfestival und dachte danach, «das Ganze hat solchen Spaß gemacht – es wäre ein Traum, wenn ich es irgendwie schaffen würde, mit Theater mein Geld zu verdienen».
Das kann ich auch!
Eine ...
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Theater heute Januar 2011
Rubrik: Stück des Monats, Seite 37
von Patricia Benecke
Wer in den letzten Wochen und Monaten in ein deutsches Theater ging, konnte froh sein, wenn er nach dem Applaus ohne weitere Hiobsbotschaften entlassen wurde. Wenn es nicht so glücklich lief, standen ein paar Schauspieler auf der Bühne, berichteten in wohlgesetzten Worten von drohenden Sparszenarien und riefen die Zuschauer wenn nicht zur Solidarität, so doch...
Fernsehen
Samstag, 1.
19.00, Theaterkanal: Theaterlandschaften:
Staatstheater Braunschweig – ein Film
von Dag Freyer
Sonntag, 2.
14.00, arte: Lust auf Theater: Grimms Märchen –Das Mädchen ohne Hände, Regie Olivier Py. Aufzeichnung aus dem Centre Dramatique National in Orléans (2006)
21.00, arte: Die Bartholomäusnacht –
französischer Spielfilm (1994) von Patrice Chéreau,...
Nur das «L» fällt aus dem Rahmen. Und markiert ein wenig Ironie in der «Wahlheimat» – das Wort steht haushoch an der Ausweichspielstätte des Staatstheaters in Oldenburg, dessen Haupthaus mit der Großen Bühne gerade auf ein Jahr zur Runderneuerung freigegeben ist; auf der Suche nach Ersatz wurde das Theater auf dem örtlichen Fliegerhorst fündig. Auf nicht mehr...
