Der Lauterkeit auf der Spur

Altmodische Tugenden? Einer, der es wissen muss und schon in Konstanz dabei war, versucht, dem Erfolgsgeheimnis des Theater des Jahres näher zu kommen.

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Wie das denn gehen solle, jammere ich der Freundin telefonisch ins Ohr – ein Geheimnis entschlüsseln, ein Rezept für Erfolg analysieren. Und nein, nein sagen, ginge in dem Falle gar nicht, schließlich wolle man vor der Herausforderung nicht kneifen, und es sei ja auch eine Ehre, und – stimmt – man fühle sich in seiner Eitelkeit geschmeichelt – und jetzt säße man eben da mit seiner Eitelkeit und dem jungfräulichen Spiralblock.

Erfolg – warum? Eigentlich war Erfolg immer. Ich begebe mich auf Spurensuche.


 

Wo ist denn Konstanz?

Mir gegenüber steht ein sehr freundlicher, offener, neugieriger und liebenswert scheinender Mann, kaum älter als ich, der zukünftige Intendant des Stadttheaters Konstanz. Wo, bitte, ist das denn?
 

Er hat mich in einer Vorstellung gesehen, wohl auch etwas über mich gehört, wie gesagt, er war neugierig und freundlich. Offenbar gefiel ich ihm – keine Selbstverständlichkeit, ich hatte menschenverachtende Vorsprechen hinter mir, die mich an den Rand der ICE-Trassen (die es damals noch nicht gab) brachten. Er begänne in der folgenden Spielzeit seine erste Intendanz, er würde sich freuen, wenn ich mit dabei wäre, ich wäre sein erstes Engagement.
 

Was folgte, waren vier ...

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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Thalia des Jahres: Selbstlob, Seite 48
von Helmut Mooshammer

Vergriffen
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