Das Stück zur Erzählung, eine Erzählung als Stück
Die Direktion Herbert Föttingers in der Josefstadt beginnt wenig überraschend: Der Vorhang geht auf. Die Art und Weise aber, wie der Eiserne an diesem Abend geöffnet wird, hat durchaus symbolischen Charakter: Die Schauspieler selbst sind es, die den schweren Stoff mühevoll nach oben stemmen, und wenn er dann endlich in lichte Höhen entschwindet, bestaunen sie diesen an sich ganz normalen Vorgang wie ein Weltwunder. Die Botschaft scheint klar: In der Josefstadt geht ab sofort nicht mehr einfach nur der Lappen hoch. Hier wird gezaubert.
Und wenn nicht, wird zumindest hart daran gearbeitet.
Nach dem nicht einmal eine Spielzeit lang amtierenden Hans Gratzer und einem interimistischen Comeback Helmuth Lohners hat mit dem 45-jährigen Herbert Föttinger jener Mann die künstlerische Leitung übernommen, der schon vor Gratzer der erklärte Wunschkandidat des Hauses gewesen war. Der seit 1993 in der Josefstadt engagierte Schauspieler geht also mit dem wenig vorteilhaften Etikett der bequemsten Lösung an den Start. Und er versucht nach Kräften, diesen Eindruck zu verwischen. In Föttingers erstem Spielplan finden sich mit Vinterbergs «Fest» und einer Schnitzler-Inszenierung von Franz Xaver ...
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Jonathan Fischer, ein Mann in reifen Jahren, gespielt von Karl Kranzkowski, taucht eines heiteren Morgens in einem Gästehaus auf Sardinien auf. Er will seine Tochter kennenlernen, die er noch nie gesehen hat. Erstmal verliebt er sich aber in Annabella Silberstein (Hannelore Elsner), die beste Freundin von deren Mutter. Im Verlauf zweier sonnendurchfluteter Stunden...
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Das Raffinierte an Woody-Allen-Witzen ist, dass man immer denkt, man müsse das doch eigentlich auch können. Dieses wuselige Umformen alltäglicher Misslichkeiten und Neurosen zu Pointen. Was natürlich nicht stimmt. Aber dass man dazu jüdisch sein und in New York leben muss, stimmt ebensowenig. Von London aus geht es auch. Schon seinen letzten Film, «Match Point» von...
