Alles auf Zukunft
Es gibt Ereignisse, die grenzen in diesen Zeiten, da das Wünschen nicht mehr hilft, an ein Wunder. Ringsum werden Theater von Sparzwängen gepeinigt, es wird geschlossen und gedrosselt, ganze Sparten verschwinden, Spielpläne schrumpfen. Just da öffnet ein schon fast aufgegebenes Theater wieder seine Pforte: in sachbezogener Schlichtheit und höchstmöglicher technischer Funktionstüchtigkeit.
Am 15. Januar wurde das Kleine Haus des Dresdner Staatsschauspiels nach einer siebenjährigen Rekonstruktionsphase wiedereröffnet.
Zwar schwelge, so erinnert Intendant Holk Freytag in seiner Begrüßungsrede, die sächsische Landeshauptstadt in einem «Kulturwunder»: Der Eröffnung des Kupferstich-Kabinetts und des Grünen Gewölbes wird in absehbarer Zeit die Weihe der wiederhergestellten Frauenkirche folgen. Dennoch: Ein wie neu wirkendes Theaterhaus der Öffentlichkeit übergeben zu können, das berechtigt zu heiterem Optimismus. 10,6 Millionen Euro hatte der sächsische Staatsminister für Finanzen spendiert, 4,2 Millionen davon wanderten allein in die Erneuerung der technischen Anlagen – Heizung, Lüftung, Elektrotechnik, Beleuchtung und Bühnentechnik. Stolz sind Dresdens Stadtväter auch, dass die ...
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In grauen Arbeitskitteln treten sie vor das Publikum, wie Hausmeister, Elektriker, Verkäufer, fragen: «Was wissen wir eigentlich von der Arbeit? Was wissen wir von ihr und den auflösbaren Bezügen zwischen der Arbeit, dem Sinn unseres Lebens und der Form unserer Gesellschaft?» Das bleibt die Frage des Abends, und dazu wird, mit kräftiger Hilfe von «Onkel Wanja»,...
Man müsse tot sein, heißt es, wenn man in Wien eine gute Nachred’ haben will. Manchmal genügt es auch, wenn man todkrank ist. Als der von einem Krebsleiden schwer gezeichnete Hans Gratzer bei der Nestroy-Gala vergangenen November auf der Wiener Varietébühne Ronacher für sein Lebenswerk geehrt wurde, spendete ihm die versammelte Wiener Theatergesellschaft...
Der sonst so coole David Mamet war in seinem Nachruf in der «New York Times» mehr als bewegt. Vor zwanzig Jahren sei er Miller nach einer Vorstellung mit Dustin Hoffman in «Tod eines Handlungsreisenden» begegnet und habe ihm gestanden, die Szene zwischen Biff und Willy sei ihm vorgekommen wie ein Dialog mit seinem Vater. Nicht sehr originell, das Kompliment, und...
