Kein Autopilot. Nirgends
In einer Rezension des deutschen Musikfilms «Ich war noch niemals in New York» las ich: «Man sollte sich bei Musicals nicht an der Triftigkeit von Handlungen aufhalten.» Ob es einen Kritiker in New York gibt, der so eine These wagen würde? Ich war im Herbst eine Woche in New York, um mir Musicals anzuschauen. Vom Schauspiel und der Schauspielausbildung kommend, versuche ich seit einigen Jahren mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Fachbereich Musical/Show der Universität der Künste Berlin, den singenden, tanzenden Schauspieler auszubilden.
Mich interessiert, wie sich das Genre derzeit entwickelt und ob das, was in New York zu sehen ist, auch etwas mit dem zu tun hat, was wir versuchen, unseren Studentinnen und Studenten zu vermitteln.
Als ich Anfang der 90er Jahre zum ersten Mal dort war, war die Gegend um die 42nd Street eine der verruchtesten der Stadt. Und an den verwaisten Theatern hingen schwarze Lettern von Jenny Holzer. «LAUGH HARD AT THE ABSURDLY EVIL». Das Böse ist vertrieben, und Heerscharen von Touristen sind inzwischen unterwegs. Die Broadway Theater sind voll. Was nicht richtig gut läuft, wird schnell abgesetzt. «The Cher Show» oder «King Kong», vor wenigen Monaten ...
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Theater heute Februar 2020
Rubrik: Musical, Seite 4
von Mathias Noack
Schwarz und kalt liegt das Wasser in mehreren Metern Tiefe unter uns. Furchtlos klettern die drei Akteure eine Metallleiter hinunter, begeben sich in ein kleines Schlauchboot und rudern von dannen. Das Ende von «Tristesse Royale», einer Produktion des Saarbrücker Korso-op.Kollektivs, führt das Publikum aus der Spielstätte hinaus an den Osthafen der Saar. Es ist...
Anfang Dezember fand die bislang größte Theaterdemonstration in Ungarn statt. Drei Repertoiretheater und einige unabhängige Theater riefen zu einer «Demonstration für das freie Theater und die Unabhängigkeit der Künste» auf. Künstler verschiedener Generationen und aus diversen Kunstorganisationen ergriffen das Wort. «Kultur ist ein nationales Gut» wurde zum Motto...
Figuren
im
ÖFFENTLICHEN RAUM
darunter:
FRATZER
ORLANDO
PRÄZISA
und
DIE WEHR
Texte in durchgehenden Majuskeln zeigen einen CHOR an. Die WEHR kann stets von verschiedenen Spielerinnen und Spielern oder Gruppen übernommen werden. Das Sprech- und Anschlusstempo sollte möglichst hoch sein.
Man erzähle mir Unvorhergesehenes, Gewaltsames. Man komme...
