Festival II: In der Einsamkeit der Bergwelt
Irgendwann werde ich einmal gehen müssen, hinaus oder hinüber», steht im liebevoll gestalteten Begleitbüchlein, das der Besucherin am Eingang zu Anna Peschkes Installation «Ophiopogon» in die Hand gelegt wird. «Dann wird es vielleicht dieses kleine berylgrüne Heftchen sein, das ein paar Menschen den Zugang zu meinen Welträumen ermöglicht. Sie können hierher zurückkehren.»
Dass auch die Erinnerung unterschiedlichste Zeiten, Räume und Menschen verbinden kann, gerät im Zeitalter der digitalen Vernetzung ein wenig in Vergessenheit.
Man muss nicht gleich die «Auswanderung des Denkens aus dem Gehirn» (Frank Schirrmacher) befürchten, um festzustellen, dass das menschliche Archiv, das Gedächtnis, sich zunehmend durch externe Speichermedien entlastet. In diesem Sinne wollte die Intendantin Veronika Kaup-Hasler das diesjährige Festivalmotto des Steirischen Herbsts «Back to the Future» auch weniger als Spielwiese gegenwärtiger Zukunftsszenarien verstanden wissen, denn als Auseinandersetzung mit «kulturellem Erbe». Auch das Festivalzentrum im GrazMuseum, vom italienischen Architekturkollektiv orizzontale ganz im retrofuturistischen Chic der fortschrittsoptimistischen Space-Age-Ära ...
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Theater heute Dezember 2015
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Anja Quickert
jasmin
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mensch auf der flucht/flüchtling
mensch der anders ist
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I
love 1
bertram irgendwo da rennt die temporalis-ader, wenn die getroffen wird, das ist auch ein klassischer abfuhrgrund.
hier, das ist die schutzausrüstung: paukhandschuh halsschutz blutleder...
Wer in Konversationsstücken unverhofft an fremden Wohnungstüren klingelt, trägt in seinem Psychoköfferchen nichts Gutes bei sich. Auch Roland Schimmelpfennig tut uns den Gefallen, von dieser dramatischen Reißbrettregel keinen Millimeter abzuweichen. In Schimmelpfennigs Weihnachtsgeschichte «Wintersonnenwende» kommt effektverstärkend hinzu, dass der Klingler sich...
Was eigentlich ist geschehen in diesem Sommer 2015? Und was geschieht seitdem? Die Welt rückt uns, die wir so geschützt im Herzen Europas liegen, näher. Die katastrophalen Zustände in Syrien, im Kongo, im Kosovo oder an vielen anderen Stellen der Welt führen dazu, dass Menschen ihre Heimat hinter sich lassen und zu uns kommen. Die Welt klopft persönlich bei uns...
