Sex, Lust und Videos

Justine del Corte «Sex»

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Sex also. In acht Bildern, nicht von seinen schönsten Seiten: Zwei Jugendliche beim ersten Mal stellen fest, dass Sie einen Fischschwanz trägt. Die junge Frau unterbricht, wenn es am schönsten ist, weil sie in ihrem Liebhaber den Tod erkennt. Die Mustergatten zeugen ein Musterkind im Heimvideo. Eine 14-jährige Neu-Leda empfängt einen Schwan und gebiert ein Ei. Eine Mittvierzigerin sucht Sex mit einem jungen Mann und findet nur Demütigungen. Die Beichte einer angstgepeitschten, sexsüchtigen einsamen Frau.

Justine del Corte hat eine kleine, mythologisch angereicherte, kritische Szenenfolge geschrieben: Was Sie noch nie über Sex wissen und schon gar nicht fragen wollten.

Regisseur Matthias Hartmann lässt sich trotzdem den Spaß nicht verderben. Mit acht Schauspielern, fünf Projektionsflächen und drei Kameras werden die Bilder zerlegt und wieder zusammengesetzt: ein Szenen-Photoshop. Die Wunschkindproduktion als fröhliche Puppenstuben-Rammelei mit Playmobilfiguren kommt in mehrfacher Großprojektion erstaunlich gut. Das narzisstische Luftküssen der neuen Bekanntschaft sieht in doppelter Überblendung fast lustvoll aus. Yohanna Schwertfegers entzückte Dauerorgasmen steigern sich in ...

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Theater heute Januar 2009
Rubrik: Chronik, Seite 53
von Franz Wille

Vergriffen
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