Vorübergehend entstellt

«Der Gott des Gemetzels» – Jürgen Gosch inszeniert Yasmina Reza in Zürich mit Staraufgebot

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Vom Basic Instinct, dem wölfischen Wesen, ist nur ein «Wauwau» geblieben – als Kosewort des einen für den anderen Ehepartner. Durch mancherlei Domestizierung gegangen, ist dieses Wauwau nicht einmal mehr die stubenreine Fassung eines Naturlautes, sondern der Refrain aus einem Chanson von Paolo Conte. «Wauwau» nennen sich nach dessen Schmachtgesang Annette und Alain Reille, und wenn man darin den Nachhall eines Kläffens und Bellens zu hören meint, hat das keinen falschen Klang.



Die Vermögensberaterin und der Anwalt sind die Eltern des elfjährigen Ferdinand, der – je nach Sichtweise – ein ganzer Kerl und «Wilder» oder ein Schläger und Streber ist. Und Anlass für den nachmittäglichen Besuch der Reilles im Salon von Véro­nique und Michel Houillé, Eltern von Bruno, Ferdinands Schulkamerad – und sein Opfer. Die Paare treffen sich zum Krisengipfel, der nach der Verhand­lung die Versöhnung bringen soll.

Ferdinand hat zugelangt, mit Stecken, Stab und Stange – auf dem urbanen Pariser Square de L’Aspirant Dunant liegen zwei abgebrochene Schnei­dezähne Brunos, und ein Nerv liegt bloß. Weshalb bei Monsieur und Madame Houillé sowie Reille der Nervenkrieg ausbricht. Schadensregulierung und ...

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Theater heute Februar 2007
Rubrik: Aufführungen, Seite 16
von Andreas Wilink

Vergriffen
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