Because he can
Natürlich ist die schwedische Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter irrsinnig berühmt. Also noch viel berühmter als der schwedische ESC-Sieger. Und natürlich hat Christoph Marthaler eine seit Jahrzehnten gut gefüllte Zaubertrickkiste, aus der man immer mal wieder schnell ein paar Sächelchen zu einem Abend zusammenklauben kann. Und dann kann man ein paar Zaubertricks ohne großes Federlesen mit der schwedischen Anne Sofie kombinieren, möglichst zeitökonomisch am besten, denn schließlich muss sie gerade an der Wiener Staatsoper die «Götterdämmerung» singen.
Und schwupps, schon ist eine neue Marthaler-Uraufführung mit dem neckisch bildungsspießbürgerlichen Titel «Isoldes Abendbrot» im Kasten. Nichts Großes. Bloß auf der kleinen Bühne des Theaters Basel. Aber dort gab’s schließlich schon die größten Marthalers.
Der Rahmen: Drei äußerst gebrochene und in ihrem Mannsein gebrechliche Männer (Graham F. Valentine, Ueli Jäggi, Raphael Clamer) finden sich in einer alten Hotelbar (von Duri Bischoff), die aussieht wie die plastifizierte Ikea-Version einer Viebrock-Bar, aber immerhin mit einer kecken perspektivischen Verkürzung, einem Humidor und einem Drehkamin, der sich in ein Harmonium ...
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Theater heute Juli 2015
Rubrik: Chronik, Seite 52
von Simone Meier
Wien hat die Schlacht wacker bestanden», berichtet die «Berliner Zeitung» am Tag nach der Premiere von Frank Castorfs jüngster Dostojewski-Inszenierung «Die Brüder Karamasow». Der Berichterstatter wirkt erkennbar mitgenommen, wenn auch um Sachlichkeit ringend. Er hatte «Heroismus bis zur Schmerzgrenze» gesehen und Menschen am Rande des Zusammenbruchs: «Keiner in...
Man sollte mal wieder Hannah Arendt lesen. Danke, Programmheft des Hamburger Schauspielhauses. In dem stehen zur Begleitung von Karin Henkels Dostojewski-Inszenierung «Schuld und Sühne» Auszüge aus einer Vorlesung, die sie 1965 in New York hielt: über die Notwendigkeit des Selbstgesprächs zur Konstituierung als Person. Nur wer mit dem Anderen in sich selbst...
Aalen, Theater der Stadt
2. Schiller, Der Parasit
R. Robert Teufel (Freilichttheater)
18. nach Saint-Exupéry, Der kleine Prinz
R. Ann-Kristin Ebert
23. nach Teller, Nichts
R. Julius Ferstl
Berlin, Komödie
19. Heinersdorff, Der Kurschattenmann
R. Horst Johanning
Bremen, Shakespeare Company
19. Mak/Goos, Fully Female
R. Sabina J. Mak/Annika Goos
Coburg, Landestheater
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