Wie wollen wir leben?
Unweit vom Herzen Altonas, wo Ende März mit einem Schlag die Draußensitzer in den Cafés das Straßenbild erobern, liegt die Studiobühne des Thalia Theaters. Hier, in der Gaußstraße, werden die kleineren Produktionen gezeigt, Inszenierungen, die mit wenigen Mitteln auskommen müssen, weil der Platz für großen Aufwand fehlt. Das karge Ambiente mit dem rohen Erscheinungsbild, Beton in seiner unverfälschten Form, ist eine Herausforderung für jeden Regisseur.
Doch gerade seiner Neutralität wegen ist dieser Ort besonders geeignet für eine Leistungsschau wie das «Körber Studio Junge Regie», das in diesem Jahr bereits zum vierten Mal stattgefunden hat.
Arbeiten von Regisseuren, die so jung sind, dass ihre Regieerfahrung kaum über den wohlbehüteten Raum regieschuleigener Spielstätten hinausgelangt sind, werden hier gezeigt: Sie alle sind noch in der Ausbildung oder haben soeben ihr Regiestudium an einer deutschsprachigen Hochschule abgeschlossen. Beim Festival, das die in Hamburg ansässige Körber Stiftung zusammen mit der Universität Hamburg ins Leben gerufen hat, sind Studienprojekte, darunter auch Abschlussarbeiten, zu sehen. Dieses Mal waren es zehn Produktionen.
«Frauen an die Macht» ...
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Nun also hat sie sich selber...
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