Festival: Ins Finstere
Vom Verschwinden» ist der Titel einer höchst verstörenden Theater-Performance, die beim diesjährigen Kunstfest in Weimar zu sehen war. Vom möglichen Verschwinden wurde dort im Thüringischen aber auch noch in einem anderen Zusammenhang gesprochen: Die Zukunft dieses seit 1990 stattfindenden Mehrsparten-Festivals ist ungewiss, und wenn alles schlecht geht, dann wird es über das Jahr 2018 hinaus diese Veranstaltung nicht mehr geben. Darüber haben kommunale und Landespolitiker zu entscheiden. Sie lassen sich Zeit und schieben derweil die Verantwortung hin und her.
Wenn man mit Christian Holtzhauer, dem Leiter des Kunstfestes seit 2014, spricht, dann erfährt man einmal, dass gerade jetzt das Festival endlich wieder in der Stadt anzukommen scheint; nach der eher klassisch musikalischen Ausrichtung unter Nike Wagner hat sich das Programm breit geöffnet, bringt wieder mehr theatralische und tänzerische Experimente, es forscht bewusst thematisch nach im nahen lokalen Umfeld, kooperiert mit Kunst-Institutionen in Weimar: «Dieses Festival ist für die Weimarer Bürger, und wir brauchen sie, auch wenn sie selber gar nicht zu den Veranstaltungen kommen.» Es geht Holtzhauer um die Identität der ...
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Theater heute Oktober 2016
Rubrik: Magazin, Seite 60
von Bernd Noack
Schade, wäre schön gewesen. Die drei Millionen Zuschauer mehr, die die gerade veröffentlichte, inzwischen 50. Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins zum Ende der Spielzeit 2014/15 ausweist, sind keine drei Millionen mehr. Sondern nur ein Sondereffekt, weil eins der großen Musicalunternehmen, die sich sonst nicht so gerne in ihre wirtschaftlichen Karten...
Hundehalter mit schnüffelnden Vierbeinern haben sie angequatscht, die Nächte unter den Brücken waren zugig und die Frau im Backshop freundlich, als sie ihr abends das restliche Brot gab. Als sie dann «fast» eine Nahtoderfahrung hatte, ging ihr das doch ziemlich nahe. So ein blitzendes Messer findest du schließlich nicht alle Tage, und es schien ja auch alles prima...
TH Der Deutsche Bühnenverein hat auf seiner letzten Hauptversammlung in Kaiserslautern festgestellt, dass er die Arbeitsbedingungen für darstellende Künstler an den Stadt- und Staatstheatern sowie den Landesbühnen «weitgehend für zufriedenstellend» hält. Die Gagen lägen je nach Beruf zwischen 2.700 und 3.100 Euro im Monat. Lisa Jopt und Sebastian Rudolph, Sie...
