Hörbuch: Frau Föhn trifft Bise

Urs Widmers letzter Wolkenschieber: «Föhn – Ein Mythos in Text und Musik»

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Man kennt den warmen Fallwind im Al­penraum unter dem Namen «Föhn». Er mache einen wuschig, sagen die Leute von alters her. Etwas besser überprüfen kann man den optischen Effekt. Bei Föhn erscheinen die Berge näher, die Sicht ist superklar. Münchner und Zürcherinnen kennen diese Lage sogar aus der Stadt, man braucht gar nicht in die voralpinen Täler zu fahren, um den Föhn deutlich zu bemerken. Er entsteht meistens an der Wettergrenze, wenn sich warme Luft am südlichen Gebirgskamm staut, mit Karacho die Nordseite runterrutscht und dabei alle Wolken vor sich wegschiebt.

Wenn der Föhn mit der Bise, dem giftigen Nordwind zwischen Jura und Alpen, zusammenprallt, führt man besser keine frischen Frisuren aus. Soweit die laienhafte Meteorologie, gepaart mit eigener Anschauung.

Beim Musiktheaterprojekt namens «Föhn» geht es allerdings um den «Mythos in Text und Musik». Urs Widmer hatte eigens Texte geschrieben, die Uraufführung im Theater Basel in der Regie des Stimmenkünstlers und Musikers Christian Zehnder und mit der Partitur von Fortunat Frölich erlebte der im April 2014 verstorbene Schweizer Schriftsteller nicht mehr. Ein Buch mit Widmers Texten, Einordnungen des ...

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Theater heute Dezember 2016
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Tobi Müller

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