Schluss mit dem verschnarchten Wilmersdorf!
Franz WilleWelche Dekoration für die Kassenhalle und welches Motto erwartet die Theatertreffen-Besucher denn in diesem Jahr?
Iris LaufenbergKein Motto! Das brauchen wir nicht mehr. Es war hilfreich, nicht zuletzt um Journalisten ein Reizthema zu geben. Man sollte das Theatertreffen auch als Ganzes betrachten, nicht nur als zehn einzelne Inszenierungen. Sondern als Dialog, als Debattenanreger, als Tableau. Aber das ist nun geschafft!
FWIn diesem Jahr findet das TT zum neunten und auch letzten Mal unter Ihrer Leitung statt.
Diese Position ist ja keine einfache und auch keine immer nur dankbare. Einerseits trägt man die Verantwortung für das Gelingen des Theatertreffens, andererseits entscheidet die Jury über die Einladungen. Was sind die Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten einer TT-Leitung?
LaufenbergUm die Frage zu beantworten, muss man auch ein bisschen zurückblicken auf meine ersten Jahre. Als ich anfing, war Joachim Sartorius schon ein Jahr im Amt als Intendant der Berliner Festspiele, und er hatte etwas Unerhörtes gewagt: einen Generationswechsel in der Kritiker-Jury eingeläutet, dem dann unmittelbar ein Generationswechsel bei den eingeladenen Regisseuren folgte. Kein Stein, ...
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Theater heute Mai 2011
Rubrik: Best of … Theatertreffen, Seite 20
von Franz Wille
Zugegeben, die Uraufführungsinszenierung von Annette Pullen am Deutschen Nationaltheater Weimar ist misslungen, leider. Das macht eine Einladung nach Mülheim schwierig, ja. Aber dieses Stück ist dennoch diskussionswürdig, auch wenn man es nicht in jeder Hinsicht
bejubeln muss; sprachlich etwa ist es nicht durchweg überzeugend. Trotzdem: «Einige Nachrichten an das...
Theater heuteWir haben lange überlegt, von welcher Seite aus man die diesjährige Theatertreffenauswahl in die Mangel nehmen könnte, aber die Sache ist verdammt wasserdicht: 30 Prozent Frauenquote, 10 Prozent Türken, 30 Prozent Freie Szene, 30 Prozent neue Stücke, zweimal Osten, vier neue Gesichter. Da kann keiner meckern!
Vasco BoenischJa, es ist das Jahr der...
Liebe Redaktion,
ich muss leider passen. Denke seit einigen Tagen herum, aber soooo richtig fällt mir nichts ein. Zumindest habe ich immer gleich schon selbst überzeugende Gegenargumente. Elfriede Jelineks «Werk/Bau/Sturz» in Köln, ja, aber wollen wir zweimal Jelinek? Christine Dössel hat die Auswahl von München gut begründet. Philipp Löhles «supernova» in Mannheim,...
