Die Arche Mörchen

Philipp Löhle «Die Kaperer»

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Und nun zum Wetter: Das Stück spielt im «heißesten, trockensten und schließlich regenreichsten April seit Beginn der Wetterbeobachtung». Der meteorologische Hinweis ist wichtig: Mörchen, der Held des Dramas, hat ein hochwassersicheres Haus konstruiert. Um die Welt von seiner Erfindung zu überzeugen, fehlt jetzt nur noch eine Flutkatastrophe – doch die lässt auf sich warten. «Ich brauche keine Hilfe», sagt Mörchen. «Ich brauche Hochwasser.

»

«Die Kaperer oder Reiß nieder das Haus und erbaue ein Schiff» ist das Ergebnis eines Werkauftrags, den Philipp Löhle im Vorjahr beim Stückemarkt des Theatertreffens gewonnen hat. Wie in «Genannt Gospodin» (Stück­abdruck und Autorenporträt in TH 1/08) steht auch im neuen Löhle-Drama ein Mann im Mittelpunkt, der eine Vision hat und an dieser ohne Rücksicht auf Verluste festhält – ein «Nerd», wenn man so will. Aber Löhle hat ein Herz für Spinner. Tragikomödien nennt der 1978 geborene Autor seine Dramen; man kann ruhig Komödien zu ihnen sagen. Dass es sich eigentlich um Tragödien handelt, liegt in der Natur der Sache. Das bedeutet aber auch, dass man sie entsprechend ernst nehmen muss, damit sie ihre Komik entfalten. Regisseurin Jette Steckel macht ...

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Theater heute Mai 2008
Rubrik: Chronik, Seite 51
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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