Manja Kuhl als Johanna; Foto: Julian Marbach/Theater Stuttgart

Stuttgart: #theytoo

...nach Schillers Jungfrau von Orléans «Polyphoner Prozess», nach Wedekind «Lulu. Ein Rock-Vaudeville»

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In Zeiten wie diesen wäre sie eigentlich das perfekte Postergirl, diese französische Superheldin des späten Mittelalters: Jeanne d’Arc, die schwertschwingende Jungfrau von Orléans. Sie würde all den Weinsteins dieser Welt zeigen, wo die Harke hängt. Ihre Waffe wäre ein Twitteraccount. Ihr Hashtag: #MeToo oder #BalanceTonPorc. Ihre Botschaft: Zieht die Schwänze ein. Als Frau, die sich durch eine Männerwelt schlägt, hat Jeanne d’Arc seit Jahrhunderten fasziniert, irritiert, zu romantischen und kruden Gedanken angeregt.

 

Und doch wollen sich all diese Lesarten in Stuttgart nicht so richtig einstellen. Fast scheint es, als seien die Macherinnen um Manja Kuhl und Sabina Schrey bei ihrem Projekt «Johanna» von der Realität überholt worden, die sich nicht nur im Netz Gehör verschafft hat, sondern lawinenartig durch die Welt rollt und immer noch neue Fälle ans Licht bringt. Auch wenn mögliche Bezüge sich mehr als aufdrängen, die Performerinnen im «Nordlabor», der alternativen Außenspielstätte des Schauspiels, entziehen sich dem Offensichtlichen. 

«Polyphoner Prozess nach Schillers ‹Die Jungfrau von Orleans›» haben sie ihren kurzen Abend im Untertitel genannt. Johanna hat Stimmen gehört, ...

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Theater heute Januar 2018
Rubrik: Chronik, Seite 67
von Kristin Becker

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Daten (01 2018)

Aachen, Grenzlandtheater

30. Enrico, Paulette

R. Uwe Brandt

 

Aachen, Theater

18. Massini, Ichglaubeaneinen­einzigengott.hass

R. Matthias Fuhrmeister

26. Ambjørnsen, Hellstenius und Næss, 

Elling

R. Sebastian Martin

27. Zeh, Unterleuten

R. Marcus Lobbes

 

Aalen, Theater der Stadt

21. Maar, Kikerikiste

R. Winfried Tobias und Ensemble

 

Ansbach, Theater...

Jeder ist ersetzbar

Vielleicht hat Chris Dercon Recht, und dies ist so etwas wie die Stunde Null. An diesem Eröffnungssamstag im November ist die Volksbühne, wenn man vom Publikum absieht, erst einmal leer. So sieht also ein «besenrein» übergebenes Theater aus. Die Bar ist neben die Kasse gezogen, die Kasse in den Pavillon, das Räuberrad zum Restaurator. Büchertisch, Fassadenplakate,...