True love comes out of work
Sommer! In diesem Sommer auch in Hamburg», versprach das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel seinen Besuchern. Womit man in jahreszeitlicher Hinsicht natürlich wenig falsch machen konnte. Doch nachdem die Sonne das Raumkunst gewordene Fabrikgelände – dekorativ hippes Neonpink über rostender Industrierequisite, das verbleibende Umgebungsgrün mit Kunstschnee bedeckt, der Boden eine Sägespansahara – zum Auftakt kurz beschienen hatte, machte das Wetter dem thematischen Festival-Schwerpunkt «Klimawandel» alle Ehre.
Ein echter Hamburger Dauerregen verwandelte die künstlerisch sinnträchtigen Elemente in eine experimentelle Mikrokatastrophenlandschaft, vor allem für Sandalenträger.
Shakespeare am Telefon
Rekordverdächtige 18.800 Besucher ließen sich davon nicht beeindrucken, tummelten sich naturgemäß aber eher in den zumeist ausverkauften 35 Theater- und Tanzevents als im temporären Paddelboothafen am ans Gelände grenzenden Osterbekkanal. Neben den allseits bekannten Festival-Jetsets Needcompany, Meg Stuart oder Rosas (de Keersmakers) kuratierte Matthias von Hartz für sein erstes Sommerfestival auch nicht ganz frische Neuerscheinungen wie den belgischen Bildenden Künstler Kris ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Eins der letzten Tabus unserer Gesellschaft sei sie, die «postpartale Depression», die Depression nach der Entbindung, behauptet das Presseheft zu Emily Atefs Film «Das Fremde in mir» nicht ohne Pathos. Aufklärung über, Verständnis für eine schwer vermittelbare Krankheit, der laut Wikipedia jährlich 80.000 Frauen in Deutschland zum Opfer fallen, hat sich die junge,...
Der Hausherr sitzt hoch oben im Bühnenhimmel und späht in sein Theater. Aischylos’ «Orestie» beginnt mit der Mauerschau eines Wächters: Auf dem flachen Dach des Atreushauses wartet er auf ein Feuerzeichen aus Troja – ist der Krieg gewonnen, kommt Agamemnon zurück? In seiner Inszenierung am Pariser Théâtre de l’Odéon, das er seit dieser Saison leitet, spielt Olivier...
Wäre das ein Film noir und kein Stück von Karl Schönherr, man würde von einer Femme fatale sprechen. Aber damals in Tirol hat man eine Frau, die mit den Männern spielt, halt noch Weibsteufel genannt. In einem tief im Wald gelegenen Haus lebt ein Schmuggler, der seine Geschäfte durch einen aufmerksamen jungen Grenzjäger bedroht sieht. Die Frau des Schleichhändlers...
