Unangenehme Wahrheiten
Cornelia Koppetschs «Die Gesellschaft des Zorns» ist nicht das erste Buch, das den Rechtspopulismus erklären will. Es vermisst detailreich die sozioökonomischen Veränderungen und den kulturellen Wertewandel, der in den letzten Jahrzehnten die westlichen liberalen Demokratien erfasst und zu den bekannten Konsequenzen geführt hat.
Auch Koppetsch findet in Globalisierung und Neoliberalismus den Brandbeschleuniger von Entwicklungen, die zur rasanten Zunahme von Ungleichheit, der Erosion von gesellschaftlichem Zusammenhalt, zu Illusionen von vergangener Ordnung, Fremdenfeindlichkeit und schließlich dem Erstarken der neuen Rechtsparteien geführt haben.
Der Umbruch von der fordistischen Industriemoderne zur hochindividualisierten Spätmoderne mit ihren Freiheitsgewinnen, aber auch Wettbewerbsverschärfungen, Kreativitätsimperativen und wachsenden Unsicherheiten hat zu einer neuen gesellschaftlichen Trennlinie geführt: Auf der einen Seite diejenigen, die zu den Gewinnern von Bildungsexpansion und Transnationalisierung gehören, den kosmopolitischen Eliten einer hochmobilen neuen Wissensökonomie, und auf der anderen Seite die bunte Allianz der Verlierer, die sich aus einem neuen ...
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Theater heute Dezember 2019
Rubrik: Büchermagazin, Seite 44
von Franz Wille
Figuren:
Clara, die Verlorene
Harald, ihr Ex-Mann
Svenja, seine Frau
Florentin, Claras und Haralds Sohn, 13 Jahre alt
Mutter, Claras Mutter
Vater, Claras Vater
Tante, Claras Tante, Schwester ihrer Mutter
Kevin, ein junger Mann
Der alte Wolf, ein älterer Mann
Die Frau mit dem krummen Rücken, Angestellte an der Tankstelle und dort auch Kneipenwirtin
Der Mann mit der...
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Nur in Barcelona wird noch mehr Kokain konsumiert als in Zürich. Unter den ersten zehn von 56 europäischen Städten, in denen das European Monitoring Centre for Drugs and Drugs Addiction 2017 die Abbaustoffe in der Kanalisation maß, sind fünf aus der Schweiz. Dortmund liegt auf Platz zehn, Frankfurt auf Platz zwölf. Man wird nicht sagen können, dass die Geschichte...
