Unter Quarantäne

Warum die Wiener Erfolgsinszenierung «Der Weibsteufel» in Wien nicht mehr gespielt werden sollte

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Martin Kusejs Wiener Inszenierung von Karl Schönherrs «Weibsteufel» war eine der erfolgreichsten Produktionen der Saison 2008/09. Die Aufführung wurde zum Theatertreffen eingeladen, das Ensemble wurde mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Birgit Minichmayr in der Theater-heute-Um­frage zur «Schauspielerin des Jahres» gewählt. 
 

Auch beim Publikum war die Inszenierung begehrt. 40 Mal lief der «Weibsteufel» im Akademietheater vor ausverkauftem Haus.

Doch als im September der neue Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann sein Amt antrat, war der «Weibsteufel» aus dem Repertoire verschwunden. Auf Nachfrage meinte Hartmann dazu zunächst nur, sein Vorgänger Klaus Bachler und Regisseur Kusej hätten das so abgemacht, er akzeptiere das. Abgesehen davon habe er selbst schon in Zürich mit Birgit Minichmayr den «Weibsteufel» inszenieren wollen – doch das nur nebenbei.
 

Bei der Verleihung der Wiener Nestroy-Preise im Oktober wurde der kuriose Fall dann doch noch zum Stadtgespräch. «Weibsteufel»-Titelheldin Minichmayr gewann natürlich auch den Nestroy für die beste Hauptdarstellerin – und sie bedauerte in ihrer Preisrede, den Weibsteufel nicht spielen zu können. 
 

In Schönherrs ...

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Theater heute Januar 2010
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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