Das Tanzensemble, die Band, Sebastian Weiss (der Sohn) und Henning Hartmann; Foto: Katrin Ribbe

Hannover: Sinken eines Sterns

John Osborne «Der Entertainer»

Theater heute - Logo

Ende letzten Jahres begab es sich, dass der Spaßmacher Mario Barth für sein RTL-Reporterimitat «Mario Barth deckt auf» die Oper Hannover besuchte. Gerüstet mit fragwürdigen Fakten und schütterem Stammtischwitz wollte er des Steuer­zahlers Herzen bis zum Bluthochdruck höherschlagen lassen: Was diese elenden Kulturelitären alles verprassen, von den sauren Fiskus-Kröten des deutschen Michels! So die Stoßrichtung. Barth erntete seine verdienten Buhs und ansonsten verflog die Chose wie ein Furz im Herbstwind. Um in der angemessenen Tonlage zu bleiben.

Was weniger bekannt ist: Bei seinem Ausflug hat Barth auch noch am Schauspiel Hannover vorbei geschaut und ist dabei in eine sehr frühe Konzeptprobe zu «Der Entertainer» reingestolpert. Und hier hat er nun weitaus mehr Unheil angerichtet. Oder wie ist es zu erklären, dass der bisher nicht als geschmacksunsicher aufgefallene Regisseur Martin Laberenz seinen Protagonisten Henning Hartmann als Archie mit solchen Sprüchen um die Ecke kommen lässt: «Gibt der Stier sich keine Mühe, muss der Bauer auf die Kühe»? Was noch zum erträglicheren Teil von Archies Repertoires gehört.

Sicher, der Entertainer Archie ist auch bei John Osborne kein Kind von ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Dezember 2017
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Christian Rakow

Weitere Beiträge
Ein Gefühl der Traurigkeit

Torben Ibs Die Vorkommnisse rund um die mögliche Unabhängigkeit Kataloniens mit Referendum, Unabhängigkeitserklärung und schließlich der Anwendung des Artikels 155 der spanischen Verfassung, mit dem die Zentralregierung die Autonomie der Region ausgesetzt hat, haben auch international für Aufsehen gesorgt. Wie steht die Kulturszene zu diesem Thema?

Xavier Bobés...

Die letzten Tage der Menschheit

Das Floß der Medusa ist eine acht mal 20 Meter große Projektionsfläche, auf der die ganze Menschheit Platz hat. Als das Floß am 18. Juli 1816 vor Westafrika im Atlantik entdeckt wurde, befanden sich darauf fünfzehn Schiffbrüchige, die dreizehn Tage lang mit viel zu wenig Wasser und Proviant auf offener See überlebt hatten. Noch schauerlicher als diese Vorstellung...

Daten 12 2017

Aachen, Theater

1. nach Preußler, Der kleine Wassermann
R. Kollektiv Zirkusmaria

 

Aalen, Theater der Stadt

2. Shakespeare, Macbeth
R. Tonio Kleinknecht

 

Altenburg/Gera, TPT

3. Dyrek, Venedig im Schnee
R. Klaus Hoser

 

Augsburg, Theater

31. Projekt, Tatort Augsburg.
Folge 2: Als die Bilder tanzen lernten
R. David Ortmann

 

Bamberg, E.T.A.-Hoffmann-Theater

1....