Agenten für Diversität
Theater heute Das Schöne am Stadttheater ist, dass es sich zumindest künstlerisch permanent verändern kann. Alle fünf oder zehn Jahre kommt – falls die Kulturpolitik nicht furchtsam oder bequem ist – eine neue Leitung, die für sich neu definieren kann, wozu das Theater da ist und wie es sich im Umfeld von Stadt und Gesellschaft positioniert.
Dabei gibt es klare Kritik an der Institution Stadttheater: Es sei zu wenig divers sowohl in der Leitung als auch in den Ensembles, es sei immanent rassistisch, weiß, heterosexuell und männlich; es müsse neu über Hierarchien nachdenken, beziehungsweise den Abbau von Hierarchien. Julian Warner und Elisa Liepsch haben dazu ein Thesenpapier vorgelegt, das wir alle gelesen haben, und beim Theatertreffen in Berlin haben Katharina Rost und Jenny Schrödl analysiert, wie männlich eigentlich das Theatertreffen sei (beide Texte abgedruckt auf den Seiten 86–95 in diesem Jahrbuch). Das Ergebnis war ziemlich niederschmetternd, nämlich sehr männlich. Weiter steht in letzter Zeit verstärkt wieder der Bühnenbetrieb zur Diskussion: Ist der Trend zu immer mehr Produktionen, kürzeren Probenzeiten und höherer Effizienz eigentlich noch kunstkompatibel? Und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2019
Rubrik: Neues Stadttheater, Seite 62
von
Die Theaterzeitschrift im 60. Jahrgang
Gegründet von Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
Impressum
Theater heute
Die Theaterzeitschrift im 60. Jahrgang
Gegründet von
Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
Eva Behrendt
Franz Wille (V.i.S.d.P.)
Redaktionsbüro
Martin Kraemer
Gestaltung
C...
Was macht einen Künstler heute zum Künstler? Was ist seine alternative, dissidente oder sonst anders gedachte Position?»
Mir scheint: der Rückzug – wie zu allen Zeiten!
Aus dem Gewusel der alles fordernden und überfordernden Alltäglichkeit unserer Städte zurück in die Stille, Unaufgeregtheit oder Leere einer Probebühne, eines Sets, eines Ateliers. Da hat man –...
In gewisser Weise bin ich in einem gigantischen Kunstwerk groß geworden: in einer alten Mühle, mitten in der Natur, direkt am Fluss mit einem riesigen Garten, einem Teich, einem Atelier, einem Puppentheater und viel, viel Kunst.
Dies war ein perfektes «Biotop für Menschen», das von meinem Vater, Eugen Mahler, einem leidenschaftlichen Naturforscher und Künstler,...
