Spontane Interaktion
In aktuellen Theaterstücken kommt es nicht so häufig vor, dass zwei sich richtig verlieben. Geschieht es dann doch, schießt Amor seine bittersüßen Pfeile vornehmlich im Supermarkt ab. Vor fünf Jahren etwa lernte eine gewisse Katja einen Martin in einem Elektromarkt kennen. Das war in Roland Schimmelpfennigs «Hier und Jetzt»; die beiden wären am liebsten gleich vor einem der Regale übereinander hergefallen. Jetzt ist es wieder so weit: Sie heißt Grete, steht am Kühlregal eines Supermarktes und studiert das breitgefächerte Angebot im Quarksegment.
Da fällt was, auf dem Boden vermischt sich Sahne mit geforenen Himbeeren, und plötzlich blickt sie in die Augen von Jakob. Die beiden verlieben sich Knall auf Fall.
Dass immer noch 66 Prozent aller Singles und sogar die mit akademischem Hintergrund an Liebe auf den ersten Blick glauben, hat gerade die Umfrage einer im Edelsegment operierenden Online-Partnervermittlung ergeben. Gut, mag Martin Heckmanns sich gedacht haben: Wenn da immer noch so viel Romantik unterwegs ist, unterziehe ich sie doch einem Härtetest und konfrontiere den Zustand glühender Verliebtheit mit all den Kleinigkeiten, die verhindern, dass wir selbst in emotionalen ...
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Theater heute Januar 2013
Rubrik: Chronik, Seite 51
von Jürgen Berger
Die Existenz des Wuppertaler Schauspiels war bedroht, Spartenschließung angekündigt. Ist es nun gerettet? Gerettet durch Intendantenkündigung? Die Erneuerung des Wuppertaler Theaters hatten sich die Stadtpolitiker vor fünf Jahren von der Wahl Christian von Treskows (Schauspiel) und Johannes Weigand (Oper) als Intendanten gewünscht. Jetzt wurden die Verträge beider...
Die Säule, an der ich hier stehe, stützt und ziert zugleich seit fast 800 Jahren den Kreuzgang des Naumburger Doms. Sie ist Bestandteil einer über Jahrtausende gewachsenen Kulturlandschaft an Saale und Unstrut. Hier schlug im 13. Jahrhundert der Naumburger Meister seine Bildvisionen in Stein. Hier ätzte Max Klinger seine letzten Radierungen. Hier drückten...
Franz Wille Als ich Claudia Nola, die Leiterin der Presseabteilung am Gorki Theater, nach einem Gesprächstermin mit Ihnen gebeten habe, meinte sie, ja, kein Problem, aber nur mit Armin Petras.
Armin Petras Klar, Gespräch jederzeit gerne. Aber hier sitzt nicht Fritz Kater, sondern Armin Petras.
FW Stehen Sie mit Fritz Kater in engerem Kontakt?
Petras Ja, doch.
FW...
