«The Times They Are A-Changin’»

Countdown für einen Abschied. Der Mainzer Intendant Matthias Fontheim schaut zurück auf Versprechungen der Politik und ihre Einhaltung

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März 2005 Meine Ernennung zum neuen Intendanten für das Staatstheater Mainz. Die Losung heißt: «Auslastung ist nicht alles.» Wichtig sei die überregionale Strahlkraft. Das Theater soll der «Leuchtturm» des Landes sein.

 

Mai 2005 Der damalige Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur in Rheinland-Pfalz und Vorsitzende des Aufsichtsrates der Staatstheater Mainz GmbH sieht sich außerstande, eine Garantie des bereits vorhandenen, aber «gedeckelten» – das heißt gleichbleibenden bei gleichzeitig steigenden Lohn-Tarifen – Zuschusses in den neuen Intendan­ten-Vertrag zu schreiben: Es bleibt bei einer Absichtserklärung!

 

August 2006 Vertragsbeginn: Der Haushalt weist bei bestehenden Zuschüssen und durch den gedeckelten Etat ein zu erwartendes Defizit von 938.000 € durch Tarifsteigerungen auf. Dieses wird sich zusammengerechnet über die Spielzeiten 2006/2007 bis 2008/2009 auf gut 3,8 Millionen € ausweiten. Dass davon tatsächlich nur knapp über 700.000 € als Minus­betrag auf der Rechnung der Spielzeit 2008/2009 für Stadt und Land standen, ist einzig und allein der Selbstoptimierung und Selbstausbeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staatstheaters zu verdanken.

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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Freiraum Theater!, Seite 36
von Matthias Fontheim

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