Babydeal

Lothar Kittstein «Die Sorglosen»

Theater heute - Logo

Vom Headhunter zum Dramaturgen wurde Lothar Kittstein durch eine Schauspielerin, die ihn derart beeindruckte, dass der unternehmensberatende Kopfjäger mit dem Stückeschreiben anfing. Das und noch viel mehr erzählt Kittstein in einem Programmheftinterview aus der beliebten Reihe «Dramaturgen fragen, Autoren plaudern».

Da in diesem Fall der befragte Autor selbst Dramaturg in Köln ist, sein Stück «Die Sorglosen» dort zur Uraufführung gebracht wurde und er von der Kollegin Alexandra Althoff im Verein mit dem Uraufführungsregisseur befragt wurde, dauert es nicht lange, bis historische Sätze fallen wie «Dem Stück merkt man an, dass da wahnsinnig viel Intuition drin steckt».

Bei solcher Verbalakrobatik rechnet man im Kölner Schauspiel, derzeit nicht im aufgeräumtesten Zustand, nicht unbedingt mit einem großen Theaterabend – darf aber trotzdem gespannt sein, was aus dem Bruderpaar wird, das mit sich selbst sowie dem väterlichen Erbe nicht besonders pfleglich umgeht. Die beiden haben sich lange nicht gesehen. Plötzlich allerdings taucht Anders doch wieder bei Erik im Haus auf, das der Vater dereinst baute und das von Erik nachlässig bewohnt wird. Lange meint man, es gehe um die Brüder und ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Mai 2007
Rubrik: Chronik, Seite 43
von Jürgen Berger

Vergriffen
Weitere Beiträge
Blind Date mit Freunden

Der Verwaltungsrat der Zürcher Schauspielhaus AG sprach von bis zu dreißig ernstzunehmenden Bewerbungen für die künstlerische Direktion. In der Schweiz heißt der Posten offiziell nicht Intendanz, weil die höfische Tradition fehlt und damit auch dieser Begriff. Bedenkt man, wie wenig die Findungskommission in acht Monaten gefunden hat, darf man durchaus von feudalen...

Armut macht nicht sexy

Ein überheiztes Hinterzimmer in Stuttgart. Das Auswahlgremium der Mülheimer Stücketage trifft sich nach dem letzten gemeinsamen Uraufführungsbesuch der Saison standesgemäß bei einem schmierigen Italiener, das einzige Lokal im Umkreis des Theaters, wo die schwäbische Sperrstunde interpretationsfähig bleibt. Gleich bei der ersten Abstimmungsrunde fallen fünf von fünf...

Was Frauen wirklich wollen

Wie wär’s mit einer Frauenfantasie? Bitte vorstellen: ein gepflegtes Bordell auf dem Lande, von außen kuscheliger Backstein-Gutshof, von innen hippe Szenebar mit Kristallklunkerlampen, Fototapeten und 70er-Jahre-Plastikwandverschalung. Die Nutten: hübsche, mitunter ziemlich schwul und angegriffen ausschauende Männer. Die Freier: attraktive, strenge, auffällig...