Kreative Fruchtfolge

Ruedi Häusermann hat sehr genaue Vorstellungen von Ort und Zeit seines idealen Theaters

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Zuerst stellt sich für mich sogleich die Frage, wie der Ort für dieses Traumangebot aussieht. Wo ich bin, ganz real.

Und da tauchen auch schon drei ehrwürdige Hallen auf. Ein Park mit alten Bäumen, einen Biergarten hat es, unmittelbar an einem breiten, langsamen Fluss. Das beeindruckt mich besonders. Ein unbestechlicher Begleiter, Einmitter, Erregungshemmer, der gemächlich vorführt, was unten und oben ist. 

Zwei der Hallen entpuppen sich als perfekte Proberäume und gleichzeitig wunderbare Aufführungsorte.

In der dritten befinden sich die Werkstätten, die Schreibräume und die Begegnungszentrale, eine riesige Küche mit einem imposanten Tisch in der Mitte. Da wird gerüstet, gerichtet, gekocht und gegessen und getrunken und gelacht. Das ist der Platz für die Erfindungsrunden. Sehr gut ist auch, dass der Ort unkündbar ist und ein ganzes Leben, solange man darin arbeitet, wie ein Besitz zur Verfügung steht. Man hat alle Freiheiten zu allen denkbaren Veränderungen. Eine unbekannte, höchst charakterstarke Fördergesellschaft wickelt sämtliche pekuniären Angelegenheiten ab, stellt keine Ansprüche und mischt sich nicht ein. Traumhaft!

Mich hat seit jeher der Wunsch begleitet, eine ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Reale Utopien, Seite 18
von Ruedi Häusermann

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