Der venezolanische Musiker und Produzent ARCA, 1990 als Alejandro Ghersi in Caracas geboren; Foto: Ben van Duin/Ruhrtriennale 2017

Hello DJ, my old friend

Die letzte Ausgabe von Johan Simons’ Ruhrtriennale erforscht noch einmal, wie zeitgenössisches Musiktheater klingen und aussehen könnte – und punktlandet mit dem Venezolaner DJ Arca

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Man darf sich nicht länger umschlungen fühlen. Nach drei Jahren hat der menschenfreundliche Gruß als Motto ausgedient. Das herzlich-humanistische Festival, als das sich unter der Leitung von Johan Simons die Ruhrtriennale präsentierte, hat auch in seiner letzten Saison versucht, die Menschen des Ruhrgebiets als eine besondere Mensch­heit zu adressieren – eine, die von Schiller und Beethoven noch erreicht und erhoben werden kann.

Und Schiller und Beethoven führen natürlich direkt zu der Verpflichtung, Community und Menschheit über die Musik-Theater-Verbindung herzustellen.

Schon bei Vorgänger Heiner Goebbels lag ja der Akzent der Ruhrtriennale auf den verschiedenen Versuchen, die aktuellen Musiktheater-Versionen zu überdenken. Dem klaren Programm von Goebbels, über die Rekonstruktion und Wiederaufführung von den letzten großen Opern und Musiktheaterwerken der Neuen Musik der Hoch- und Nachmoderne, mit Nono, Cage, Außenseitern wie Partch und viel Minimal Music einen Boden zu gewinnen, auf dem sich Zeitgenössisches entwickeln sollte, steht bei Simons ein Mischprogramm gegenüber, das sich nicht auf einen einzelnen vorherrschenden Gedanken bringen lässt (und gern auch ältere Opern ...

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Theater heute November 2017
Rubrik: Festivals, Seite 30
von Diedrich Diederichsen

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