Hinter Glas
Die Sonne scheint. Das Alpenpanorama leuchtet, freudig läuft der Hund vorneweg, wackelig auf wenig bergtauglichen Schuhen folgt ihm die Frau. Und dann ist da plötzlich – nichts. Ein Nichts, das ein Ende ist. Es geht nicht weiter, obwohl die sich hinabschlängelnde Straße ins Weite zu führen scheint. Denn da ist die unsichtbare «Wand».
In Julian Pölslers gleichnamigem Film nach Marlen Haushofers fast 50 Jahre altem Roman ist sie ein kaum wahrnehmbar anschwellender Ton und eine Fassungslosigkeit im Gesicht von Martina Gedeck.
Mit den Händen tastet sie die gläserne Wand ab, die jetzt die Rückseite der Leinwand zu sein scheint, wir schauen auf die Handinnenflächen und spüren die Undurchdringlichkeit. Die atemberaubende Bergwelt wird danach zum lichtdurchfluteten, schneedurchwehten, regendurchnässten Gefängnis, und Martina Gedeck wird sich stumm und entschlossen in dieser alternativlosen Natur mit ihren Gefahren und Kreaturen einrichten und ein wenig selbst Kreatur werden. Ganz geht es ja nicht, weil da dieses Denken ist, gegen das sie anschreiben muss: den Bericht eines Überlebenskampfes für fast nichts, für einen kleinen Hund, eine große Kuh, für das Leben selbst vielleicht, das doch ...
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Theater heute April 2012
Rubrik: Akteure, Seite 51
von Barbara Burckhardt
Auf einer sonst leeren und dunklen Bühne steht ein viereckiger, rampenartiger Kasten, in dessen Mitte sich eine geschlossene Klappe befindet. Er trägt die Konturen eines Wolkenhimmels und ist auch in dessen Farben gehalten: hellblau und weiß. Er stellt zunächst einen Tisch dar, an dem Odysseus den Plan für die Operation entwirft, in deren Verlauf dem Philoktet der...
Aachen, Grenzlandtheater
16. Walser, Das fliehende Pferd
R. Catharina Fillers
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
1. Cooney, Cash – Und ewig rauschen die Gelder
R. Dietrich Kunze
Aschaffenburg, Stadttheater
28. Kirchner, A.M.I.L.O. – Alte Männer in lächerlichen Outfits (U)
R. Heinz Kirchner
Augsburg, Theater
13. Kater, We are camera/jasonmaterial
R. Lilli-Hannah Hoepner
B...
TH Matthias Lilienthal, Kirsten Hehmeyer, Ihre Zeit am HAU geht im Juni zu Ende. In zehn Jahren ist aus dem Bühnenkombinat im nordwestlichen Kreuzberg eins der erfolgreichsten Theater der Hauptstadt geworden – zwei Einladungen zum nächsten Theatertreffen, gute Auslastungszahlen und, nicht zuletzt, eine zugewandte Presse. Das war 2003/04, als Sie die drei...
