Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle
Es konnte gar nichts anders kommen: Irgendwann mussten die hochgepeitschten Erwartungen an Karin Beiers Neustart des Hamburger Schauspielhauses nach über dreijähriger Durststrecke im Normalbetrieb verdampfen. Nachdem im Januar endlich das Großevent der Intendantin selbst über die vom Eisernen wieder befreite Großbühne gegangen war, der Antiken-Marathon «Die Rasenden», wohlwollend, aber nicht begeistert begrüßt, gelangte die theatrale Schnappatmung an ihr Ende. Back to normal.
The Making-of Dostojewski
Karin Henkel ist keine Unbekannte in Hamburg. Während Friedrich Schirmers Intendanz inszenierte sie regelmäßig am Schauspielhaus, zuletzt 2009 Horváths «Glaube Liebe Hoffnung». Nach Schirmers Abgang arbeitete sie in Zürich, an den Münchner Kammerspielen und bei Karin Beier in Köln, die sie jetzt wieder nach Hamburg holte. Wo sie ganz groß aufschlagen sollte: Mit Dostojewskis 800-Seiten-Roman «Schuld und Sühne» im Großen Haus. Nachdem der Eiserne Vorhang herabgesaust war und alle Eröffnungspläne durchkreuzt hatte, blieb davon nur eine Notlösung: die Halbierung des Vorhabens und die Verlagerung in den kleinen Malersaal. Von Schuld und Sühne blieb nur die Schuld und das alte ...
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Theater heute April 2014
Rubrik: Aufführungen, Seite 24
von Barbara Burckhardt
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Mark Russell Es gab eine neue Künstlergeneration im Bereich der Performing Arts, die in ganz neuen Formen und Formaten arbeitete. Ich wollte diesen neuen Künstlern eine amerikanische Plattform geben. Als ich im PS122 aufhörte,...
