Chapeau, großer Clown
Und wenn ich einmal traurig bin,
dann trink ich einen Korn.
Und wenn ich dann noch traurig bin,
dann trink ich noch nen Korn.
Und wenn ich dann noch traurig bin,
dann fang ich an von vorn!»
Dies ist ein Lied, das alle Freunde von Norbert Schwientek kennen. Dieses und wo er es sang, stimmten alle, die mit ihm am Tisch saßen, ein. Nicht unisono, auch nicht dem Wohlklang verpflichtet, schließlich ging es zu später Stunde um den Inhalt. Um den Inhalt des Textes und des Glases. Norbert wird das Lied nicht mehr singen.
Die tröstende Wirkung des Korns zu testen, überlässt er uns. Ein humorvoller, selbstironischer, auch sarkastischer, sehr großzügiger, kraftvoller und äußerst sozialer Mensch hat die Seite gewechselt. Ein großer Schauspieler ist gegangen.
Das Reclamheft am Körper
1942 wurde er in Oppeln geboren, in Ludwigsburg wuchs er mit zwei Brüdern und drei Schwestern auf. Die Schauspielschule absolvierte er in Stuttgart. Erste Engagements führten ihn nach St. Gallen, Tübingen, Hannover und dann nach Zürich ans Neumarkttheater, ins legendäre «Zankl-Ensemble», wo alle Mitarbeiter in ein «Selbst- und Mitbestimmungssystem» eingebunden waren (1971–75). Hier kam ihm auch seine ...
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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Magazin, Seite 87
von André Jung
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