Thug Life
1.
THE FLYING CARPET
kurz vor meiner zeit in münchen schlug ich mir mit meinen kumpels die nächte in bielefeld an der tür im SUBWAY um die ohren – wir verdienten geld damit leute entweder rein oder nicht rein zu lassen – hauptsächlich waren das leute wie wir an der tür: schwarzköpfe jeglicher herkunft: türken – araber – trainigsanzugsalbaner – lederlackitaliener – russen – aufgetackelte ostnutten – thailändische strichertransen – besoffene tommis – die nach einer harten kasernenwoche ihre waffen zu hause ließen und mal so richtig dampf ablassen wollten – kein club in bielfeld ließ sie rein und so tummelten sich alle auf dem klosterplatz und ließen es dort krachen – die friedlichen inländer durften rein – die brutalen ausländer blieben draußen – nur für die arbeit an der tür waren wir gut genug – damals erschien mir das nicht so seltsam wie heute – ! wahrscheinlich war es das geld das ich verdiente: wie dumm auch der spruch sein mag hier passte er: ich war jung und brauchte das
geld ! – jedes wochenende tummelten sich hunderte auf dem klosterplatz – draußen tobte das leben und die welt und drinnen war: gähnende–verwattete–langeweile–angesagt – der chef wollte das so – – wir ...
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Wie machen sie das nur, Katharina Schüttler und Felix Goeser, die Hedda Gabler an der Berliner Schaubühne und der Stuttgarter Platonow, erst wenige Jahre am Theater und schon Schauspieler des Jahres?
Gibt es dafür auch Regeln? Zwei Porträts über die bezwingendsten Darsteller der Saison, deren Bühnenwirkung sich kaum jemand entziehen kann.
...Das Theater hat mich besser in allem gemacht», findet Abdul. «Das Gute ist, dass alle zusammenhalten, dass alle mitarbeiten», lobt Christin. «Man nimmt andere Rollen an, versetzt sich in die Lage anderer Menschen, das gefällt mir – sich selbst loslassen, jemand anderes werden», sagt Marina. Abdul, Christin und Marina, alle 16 oder 17, gehen ins berufsvorbereitende...
Das 6. Festival Internationale Neue Dramatik an der Schaubühne beginnt in ein paar Tagen, und noch immer gibt es keine Nachricht von Debbie Tucker Green. Kommt sie zur szenischen Lesung ihres neuen Stückes «Stoning Mary» oder kommt sie nicht? Ihr Londoner Verlag weiß es nicht, E-Mails, die Bekannte an Tucker Greens Privatadresse weiterleiten, werden nicht...
