Gehen oder bleiben?

Die darstellenden Künstler der Freien Szene in Ungarn sehen sich vor dem Aus und suchen die Öffentlichkeit

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Wir hätten uns schon geehrt gefühlt, wenn man uns wenigstens mit Informationen auf dem Laufenden gehalten hätte. Dann hätten wir zumindest gewusst, dass wir keinerlei Unterstützung in diesem Land zu erwarten haben», konstatierte der Regisseur Viktor Bodó  in einer Videobotschaft der Vereinigung der Unabhängigen Darstellenden Künstler in Ungarn. Der Aufruf, der sich an die ganze Community, vor allem aber an die Entscheidungsträger richtete, erschien Anfang November, als sich abzeichnete, dass die freien Gruppen in Ungarn keinerlei Subventionen für 2012 bekommen würden.

Die Situa­tion dieser freien Künstler, Kompanien, Tanztruppen hat sich seit 2010 kontinuierlich verschlechtert, doch jetzt hat sie einen Tiefpunkt erreicht: Es sieht so aus, als ob dieser Kunstbereich, der einst national und international von so großer Bedeutung war, in den Augen der zur Zeit herrschenden ungarischen Kulturpolitik nicht länger erwünscht ist und dass sämtliche Subventionen gestrichen werden könnten.

Die wenigen Glücklichen

Das Land zu verlassen, ist für einige Künstler nicht nur eine persönliche und existenzielle Frage, sondern auch eine künstlerische, kommentiert Árpád Schilling, der Leiter des Theaters ...

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Theater heute Januar 2013
Rubrik: Ausland, Seite 20
von Andrea Tompa

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