Die andere Seite der Geschichte
Seitdem ich in Deutschland bin, habe ich das deutsche Theater, wie ich es erlebe, oft kritisiert und dem englischen Theater gegenübergestellt. Ich habe gesagt, das deutsche Theater ist «tief», philosophisch und politisch im Gegensatz zum englischen Theater, das wegen des anspornenden ökonomischen Drucks auf Publikumserfolge aus ist. Andererseits habe ich oft aufwendige Mittel für das Theater gefordert, die auf der ganzen Welt überhaupt nur das deutsche subventionierte Stadttheater zur Verfügung stellen kann.
Dieser Widerspruch lässt sich nicht aufheben, denn man darf nicht Dinge miteinander vermischen, die nicht zusammengehören. Es gibt hier zwei verschiedene Widersprüche. Der eine Widerspruch besteht zwischen der englischen Art des Theaters, die gar nichts damit zu tun hat, ob es kommerziell oder nicht kommerziell ist, und der deutschen Art des Theaters. Die englische Art hat mehr mit Showmanship und mit Publikum zu tun. Die englischen Schauspieler, Theatermacher und Theaterautoren, natürlich auch Shakespeare, haben immer sofort ans Theater und an das Publikum gedacht und nicht an «Literatur». Dass die Stücke irgendwann – zu Shakepeares Zeit etwa – einmal aufgeschrieben und ...
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Du bist ein ganz blöder SED-Otto», lästerte in nordischer Klarsicht der Hamburger «Volksschauspieler» Hans Albers über den politisch ständig benebelten, mit roten Fahnen wedelnden Kollegen «Volksschauspieler» Ernst Busch. Der stammt zwar gleichfalls aus dem kühlen Norden, aus Kiel, doch im Politischen gebrach es ihm trotz Verfolgung aus dem eigenen Lager an...
Diesmal ist es anders. In der Nacht, in der er ihn kennen lernt, flüchtet Patrick vor Jirka – Hals über Kopf, wie sie sich vor wenigen Stunden ineinander verliebt hatten beim Yoga. Er schleicht sich aus Jirkas Bett in der Panik, dass es diesmal der Richtige ist. Noch in derselben Zürcher Winternacht betäubt sich Jirka,
der zugesehen und nur so getan hat, als...
Seine seiner ersten Amtshandlungen, erzählt Peter Carp, sei es gewesen, eine großformatige Fotografie an die Außenwand des Theaters am Will-Quadflieg-Platz zu hängen. Nicht Quadflieg, den Oberhausener Mimen, zeigt das Foto: Nein, da sitzen zwei alte Sizilianerinnen auf ihren Klappstühlen mitten auf der Gasse. Die Plakatwand vermittelt nicht nur süditalienisches...
