Nachrichten aus dem Maschinenraum
Liebes Theater heute,
vielen Dank für Ihren etwas melodramatischen Expeditionsbericht aus dem dunklen Maschinenraum der deutschen Theaterlandschaft im letzten Heft.
Soeben bin ich dem BLB-Bus entstiegen, habe keine 5 Zäpfle intus, kein trauriges Fern-Beziehungs-Gespräch im Herzkreuz. Ich suche nicht von der Kargheit meiner Landesbühnenexistenz gebeutelt auf Bruchsaler Feldwegen torkelnd mein Feldbett. Seltsamerweise befinde ich mich nicht in einer trist-traurigen Lage.
Also was ist mit mir los? Bin ich am Ende gar nicht in Bruchsal engagiert?
Oder fühle ich mich als Ensemblemitglied der Landesbühne Bruchsal durch Ihren Artikel falsch dargestellt? Kommt Ihr Erfahrungsbericht vielleicht von sehr weit oben?
Ich trau mich jetzt mal. Ich habe Spaß am Beruf. Im Ernst. Mitten in Bruchsal. Vieles von Ihnen Geschriebene ist nah an den Tatsachen, Arbeitsbedingungen getroffen, und ja, die Chancen, von irgendwem gesehen zu werden, sind übel. Alles richtig. Doch Suggestiv-Anekdötchen über den existenziellen Unterschied zwischen traurigem Busbier und Avantgardebrause in den hellen Theaterkantinen der wachen Städte bringen keine Erkenntnisse über den qualitativen Unterschied zwischen Stadt- oder ...
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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Markus Hennes
Juni 2010, «Der nackte Wahnsinn» von Michael Frayn, Premiere. Zweiter Akt, das Publikum sitzt auf der Bühne und blickt – immer dann, wenn die Türen in diesem Türenstück sich öffnen – von hinten durch die Bühne auf der Bühne in den leeren Zuschauerraum. Da sitzt ganz allein, als einzige Zuschauerin des Stücks im Stück, die Intendantin und Regisseurin des Abends. Die...
Erinnert sich noch jemand an den endlosen Strumpf, den Angela Winkler in Peter
Zadeks «Rosmersholm»-Inszenierung für Pastor Voss häkelte? – An der Berliner Volksbühne greift jetzt Annika Kuhl zu den Nadeln, um Peter Lohmeyers Rosmer zu bestricken – Regie führt, nach langer Theaterabstinenz, Leander Haußmann, und zusammen mit den Wiener Koproduktionen von Marthaler...
Augsburg, Theater
Kasse: 08 21/324 49 00
25.9. Hensel, Welche Droge passt zu mir?
R. Fabian Alder
Basel, Theater
Kasse: 00 41/61/295 11 33
15.9. Kelly, Die Götter weinen (DE)
R. Elias Perrig
16.9. Shakespeare/Purcell, Hush, no more
R. Corinna von Rad
23.9. Ibsen, Ein Volksfeind
R. Simon Solberg
Berlin, Ballhaus Naunynstrasse
Tel.: 030/75 45 37 25
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