Miteinander reden und zuhören

Owen McCafferty: «Quietly (In aller Ruhe)»

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Sowohl die lebenden als auch die toten Figuren dieses Stückes sind frei erfunden.» So der Hinweis des Autors. Und doch verweist das neueste Stück von Owen Mc­Cafferty auf konkrete gesellschaftspolitische Ereignisse seiner Heimatstadt Belfast. Geschickt verknüpft der Autor in seinem Drama «Quietly», das der erfahrene Übersetzer Michael Raab mit «In aller Ruhe» ins Deutsche übersetzt, unterschiedliche Zeit- und Erzählebenen. Fiktion streift hier unmittelbar Realität, oder anders ausgedrückt, Spiel verarbeitet Lebenserfahrungen.

Es beginnt im Frühjahr 2009 in einer Bar in Belfast zur Zeit des Fußball-WM-Qualifikationsspiels Nordirland gegen Polen. Der junge polnische Einwanderer Robert, der mehr schlecht als recht sein Geld als Barkeeper verdient, erhält eine SMS: «So kann ich nicht leben.» Wie sich später herausstellen wird, ist es seine Frau, die allein – wie so viele Frauen – mit einem Baby auf ihren Mann wartet. Dann betritt der eher wortkarge Jimmy die Bar. Er ist seit Jahrzehnten Stammgast in diesem Pub, hat Belfast nie verlassen, trinkt seine Pints und schaut mehr nebenbei auf das WM-Spiel im Fernseher. Was ihn wirklich interessiert, ist eine Verabredung. Er erwartet Ian, einen ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 191
von Horst Busch

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