Süchtig nach dem Unmöglichen
In Tom Kühnels und Jürgen Kuttners Brecht-Inszenierung vom «Untergang des Egoisten Johann Fatzer» am Berliner Deutschen Theater gibt es eine (Video-)Szene, in der Andreas Döhler als Fatzer über die Warschauer Brücke irrlichtert.
Der Schauspieler – seit acht Jahren Ensemblemitglied am DT – attackiert dort in einer erfrischend aggressiven Mischung aus (Passanten-)Angriff und (Selbst-)Verteidigung die unzulängliche Welt und spielt diesen Fatzer ein bisschen wie einen überdurchschnittlich ambivalenten Baal: Irgendwie animalisch, aber immer auch geschlagen mit diesem verfluchten Zwang zum Denken. Sehr Döhler-like.
Davon abgesehen, dreht die Inszenierung den «Fatzer» quasi abendfüllend durch den V-Effekt-Wolf: Jede Szene hat einen anderen Style, vom Disney-Musical über den Comic bis zur Punkkonzert-Reminiszenz. Ständig wechselt das Licht, fährt rechts eine Leinwand runter und links ein Podest hoch, und der Text ist eigentlich auch ein ganz cooles Nümmerchen – unter vielen.
Wenige Tage nach der Premiere sitzt Andreas Döhler im Kreuzberger «Nest», einer würdig abgerockten Kiez-Kneipe am Görlitzer Park – und wiegelt Premieren-Glückwünsche freundlich ab: «Ach, mich macht der ‹Fatzer› eher ...
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Theater heute Februar 2017
Rubrik: Akteure, Seite 26
von Christine Wahl
Stefanie Carp: Sie haben Ihr Theaterleben dem Entwickeln und Aufführen zeitgenössischer Dramatik gewidmet und verschiedene Theater geleitet. Seit 2005 haben Sie das Public Theater zu einer der erfolgreichsten New Yorker Bühnen gemacht. Wie sehen Sie die Rolle eines Dramaturgen und eines Produzenten?
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Daten
Aalen, Theater der Stadt
25. Lessing, Nathan der Weise
R. Tina Brüggemann
Altenburg/Gera, TPT
26. Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick
R. Bernhard Stengele
Annaberg, Eduard-von-
Winterstein-Theater
12. nach Brussig, Buck und Haußmann, Sonnenallee
R. Dietrich Kunze
Augsburg, Theater
4. Goethe, Faust
R. Christian Weise
10. Bjerg, Auerhaus
R. Bibiana Picado...
