Schottische Alltagspoesie

Henry Adam: «Unbroken Hearts»

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Wenn man es nicht anders wüsste, könnte man glatt meinen, Peter Pan ist Schotte. Und seine Enkel heißen heute Ray und Neil, sind beide knapp über zwanzig und leben noch immer in Schottland. In einer großartigen kargen Landschaft mit Bergen, Höhlen und Stränden. Und hast du die Geister gesehen, Neil? Die Geister von den Männern und Frauen, die dort früher gearbeitet und gelebt haben?
 

Tatsächlich: Peter Pan einfach fortgeschrieben. Hände weg, meine Dame, niemand wird mich fangen und einen Mann aus mir machen! Und nicht nur fortgeschrieben.

Intelligent gekreuzt mit einer gehörigen Portion schottischem Realismus. Ich liebe diesen egoistischen kleinen Dreckskerl. Herausgekommen ist eine durch­­aus spannende Mischung: aus Henrik Ibsen und – sagen wir – Sarah Kane. Mit eigenem, schwer übersetzbaren Namen: «Unbroken Hearts» von Henry Adam.
 

Nicht zu brechende Herzen. Denn wir sind im Geisterland, und hier gibt es nur heile Herzen. Ge­nau deshalb ist Ray zurückgekehrt. In das entlegene Bauernhaus im Norden, das er von seiner gerade gestorbenen Großmutter geerbt hat. Regelmäßig hat er hier als Junge die Sommer verbracht. So jung und grün und ohne Sorgen. Dann war er aufgebrochen in die ...

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Theater heute Jahrbuch 2008
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 156
von Martin Wigger

Vergriffen
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