Nachruf: Humorvolle Unbedingtheit
Nicht, dass Cornelia Crombholz eine Berufsalternative gebraucht hätte. Sie besaß aber trotzdem eine. Als Kind, erzählte sie einmal, wollte sie Kapitänin werden. Wenn man sie in den Theaterferien kontaktierte, konnte es gut sein, dass man sie irgendwo beim Segeln erwischte: Fernweh gehörte früh zu den Lebensbegleitern der 1966 in der DDR geborenen und im Neubaugebiet Halle-Neustadt aufgewachsenen Theatermacherin. Jenes «Fenster», das sie damals zwischen den «Wohnkästen» suchte, fand sie schließlich im Theaterjugendklub der Stadt.
Und von dort aus ging es – «Warten», hat Cornelia Crombholz mal gesagt, sei nie «ihr Ding» gewesen – direkt weiter: Schauspielstudium an der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen «Konrad Wolf» inklusive ständiger abendlicher Ausflüge ins oppositionelle (Vor-)Wende-Berlin, später Regiestudium am Wiener Max-Reinhardt-Seminar, Hausregisseurin am Theater Graz und schließlich, von 2014 bis zum Sommer 2019, Schauspieldirektorin am Theater Magdeburg; dazwischen Inszenierungen von Mainz bis Osnabrück, von München bis Berlin.
«Cornelia hat sehr gern aus dem Bauch heraus gearbeitet», erinnert sich die Intendantin des Landestheaters Niederösterreich, Marie ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Dezember 2019
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Christine Wahl
«Erz des Friedens», ein Gedicht, das Werner Kunz 1972 anlässlich des 500-jährigen Bergbau-Jubiläums im Erzgebirge veröffentlichte, gehört zu den absurdesten Verklärungen, die das ideologische «Kaderwelsch» (Brecht) der DDR hervorgebracht hat, um den realsozialistischen Alltag unter ihr utopisches Weltbild zu zwingen. Es romantisiert nichts Geringeres als den...
Wir sind hier aufgewacht» – so hätte die erste Premiere passend heißen sollen, mit der Andreas Beck seine Intendanz am Münchner Residenztheater eigentlich eröffnen wollte. Eine Versuchsanordnung über das Geworfensein des Menschen in die Welt hatte Regisseur Simon Stone auf der Basis von Calderón und Marivaux entwickelt und halb geprobt, als er die Nachricht bekam,...
Aachen, Theater
8. nach Baum, Der Zauberer von Oz
R. Ute M. Engelhardt
Aalen, Theater der Stadt
7. Schmitt, Kleine Eheverbrechen
R. Tina Brüggemann
Altenburg Gera, THeater
1. nach den Gebrüdern Grimm, Schneewittchen und die sieben Zwerge
R. Manuel Kressin
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
1. Alfieri, Sechs Tanzstunden in sechs Wochen
R. Karl Georg Kayser
Au...
